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EEG Umlage sinkt durch Prognosefehler!

15.10.2014 | Redaktion:

Im Jahr 2015 wird die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) von 6,24 auf 6,17 Cent sinken. Viel ist das nicht, doch es ist das erste Mal seit Einführung des EEG im Jahr 2000, dass die Umlage niedriger ausfällt als im Vorjahr.

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EEG Umlage sinkt durch Prognosefehler!

Sinkende Strompreise nicht zu erwarten

Dass die Strompreise sinken, ist allerdings unwahrscheinlich, auch wenn Verbraucherschützer das fordern. Zum einen erheben die Netzbetreiber höhere Gebühren für die Nutzung der Leitungen. Zum anderen ist es längst nicht sicher, dass Stromversorger sinkende Kosten an die Verbraucher weitergeben. Viel wäre das ohnehin nicht: Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden würde die gesunkene Umlage eine Ersparnis von 2,45 Euro ausmachen.

Überschüsse auf dem EEG-Konto

Doch immerhin sieht es so aus, als sei das Maximum bei der EEG-Umlage erreicht. Mit dem im August in Kraft getretenen Änderungen des EEG hat die gesunkene Umlage wenig zu tun. Der wichtigste Grund ist vielmehr ein zwei Jahre zurückliegender Prognosefehler: Im Jahr 2013 hatten die Netzbetreiber den Anteil der erneuerbaren Energien unterschätzt und zu wenig EEG-Umlage erhoben. Die fehlenden Beträge mussten die Verbraucher 2014 nachzahlen. Zusätzlich kalkulierten die Netzbetreiber für 2014 mit einer höheren Reserve. Ende September 2014 hatten sich so 1,4 Milliarden Euro auf dem EEG-Konto angesammelt.

Die EEG-Umlage gleicht die Differenz zwischen der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien und dem Handelspreis des Stroms an der Strombörse aus. Der dafür nötige Betrag wird auf die Stromverbraucher umgelegt. Neu gebaute Solar- und Windkraftwerke sind daher nicht die einzigen Faktoren, die die Umlage steigen lassen. Sie tragen mittlerweile sogar recht wenig dazu bei, da sie deutlich weniger Geld erhalten als die Ökostrom-Anlagen aus den Anfangsjahren des EEG. In den vergangenen Jahren sank aber der Börsenpreis für Strom deutlich. So musste eine größere Differenz ausgeglichen werden. Gleichzeitig erhielten immer mehr Industrie-Betriebe Rabatte auf die EEG-Umlage, sodass sich der zu zahlende Betrag auf weniger Verbraucher verteilte.

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