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Stromengpass in Hamburg: Atommeiler abgeschaltet

Im schleswig-holsteinischen Brokdorf ist das Atomkraftwerk wegen beschädigter Teile vom Netz gegangen. Bis zum heutigen Freitag wurde er nicht wieder hochgefahren, doch er ist unverzichtbar für die Versorgung der Millionenstadt. Eine unmittelbare Gefahr durch die defekten Bauteile bestand nicht, doch Stromausfälle sind möglich, da das Atomkraftwerk mehr als 1.400 Megawatt produziert. Doch da das Wetter besser wird werden Ausfälle unwahrscheinlich.

Keine unmittelbare Gefahr für Hamburg

Als das Kraftwerk am Mittwoch untersucht wurde kamen an Brennelementen, die sich im Abklingbecken befanden, gebrochene Niederhaltefedern festgestellt. Dies teilte der Betreiber E.on in Hannover mit. Die Federn seien für die Fixierung der Brennelemente beim Betrieb der Anlage zuständig, weshalb keine unmittelbare Gefahr bestünde.

Da jedoch nicht auszuschließen sei, dass auch die Federn im Reaktorkern beschädigt seien, wurde die Anlage zunächst vom Netz genommen. Laut E.on-Sprecher wurden die Behörden darüber in Kenntnis gesetzt. Bis heute wolle E.on nun prüfen, ob Brüche auch bei anderen Federn zu finden sind und ob dadurch Gefahren ergäben.

Letzte Meldungen

Inzwischen würden laut E.on-Sprecherin Petra Uhlmann eine Reihe von Experten beim Hersteller der Brennelemente an der Nachweisführung arbeiten, Analysen und Risikobewertungen machen. „Auch Experten des Kraftwerks, der Aufsichtsbehörde und des TÜV sind in die fachlichen Prüfungen einbezogen.“

Wegen des Vorfalls fordern die Grünen in Kiel das AKW Brokdorf schnell abzuschalten, da es immer unvorhersehbare und Verkettungen von Umständen geben kann. Erst Anfang Märk gab es im von Vattenfall betriebenen, bereits stillgelegten Brunsbüttel einen Vorfall, bei welchem Prüfer des TÜV Nord durchgerostete Atommüllfässer fanden.

geschrieben am: 30.03.2012