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Öffnung des Strommarktes positiv

Laut einer Studie der Hans- Böckler- Stiftung und der Fachhochschule Gelsenkirchen profitieren zwar die Energieversorger von der Öffnung des Strommarktes 1998, die Verbraucher haben allerdings nicht viel davon, weil die meisten Versorger ihre Gewinne nicht in Form niedrigerer Tarife an ihre Kunden weitergeben. Für Privathaushalte sind die Preise demnach nur um fünf Prozent gesunken.

Industriekunden haben sogar nur drei Prozent Energiekosten einsparen können. Die Studie kritisiert in diesem Zusammenhang vor allem, dass die teilweise um 118 Prozent gestiegenen Unternehmensgewinne nicht als geringere Preise auf die Verbraucher umgelegt worden seien. Der Großkonzern RWE widersprach, dass seine Kunden sehr wohl etwas von der Liberalisierung des Strommarktes hätten. Schließlich seien die allgemeinen Lebenskosten gestiegen, während die Energiepreise leicht gesunken seien.

Außerdem könne sich jeder Kunde seinen Versorger selbst auswählen und damit den Wettbewerb zwischen den Unternehmen ankurbeln. Die Studie betrachtet es allerdings mit Skepsis, dass die vier marktführenden Anbieter E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW etwa 90 Prozent der Kraftwerkskapazitäten in Deutschland innehaben. Die Firmen hatten in den letzten Jahren national und international fusioniert und dafür aus ihren enormen Gewinnen investiert, was dem Kunden selbst nicht zugute komme.

Heinz- Josef Bontrup, der die 600- seitige Studie gemeinsam mit Ralf- Michael Marquardt erstellt hatte, sieht hier die Schuld bei der Politik. Man habe eine Selbstregulierung des Strommarktes gewollt und erst 2006 mit der Bundesnetzagentur eine entsprechende Behörde geschaffen. Zudem sollen die Versorger ihre Produktivität zwischen 1998 und 2007 um 70 Prozent gesteigert haben, was aber in der Regel durch schlechtere Arbeitsbedingungen und Entlassungen zustande gekommen sei. RWE betonte, einen solch hohen Fortschritt in der Produktivität nicht verzeichnen zu können, außerdem seien die Kommunen zu 25 Prozent an dem Konzern beteiligt und profitierten demnach auch von seinem Gewinn.

geschrieben am: 05.07.2009