Energiekosten von Verbrauchern falsch eingeschätzt

Laut einer Pressemitteilung der LBS West vom 14. Februar schätzen gut zwei Drittel der deutschen Verbraucher den eigenen Energieverbrauch falsch ein. Meist gehen die Verbraucher von zu niedrigen Energiekosten aus. Dies geht aus einer Online-Umfrage der LBS West hervor, bei der rund 600 Personen befragt wurden. Nur ein Drittel der Befragten schätze die Energiekosten des eigenen Haushaltes realistisch ein.

Überblick meist nicht vorhanden

Aus der Befragung der LBS West geht hervor, dass gut zwei Drittel der Verbraucher die gesamten Energiekosten für den Haushalt nicht realistisch einschätzen. Ein Großteil geht von zu geringen Energiekosten aus. In der Summe muss ein Haushalt, bestehend aus vier Personen, mit Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Strom von durchschnittlich 250 Euro rechnen. Ein Drittel der 600 Befragten meint hingegen, dass die Energiekosten bei weniger als 110 Euro liegen. LBS-Sprecher Dr. Christian Schröder gibt als eine Hauptursache den fehlenden regelmäßigen Überblick an. Die Abrechnung der Energiekosten einmal im Jahr schaffe den Überblick nicht. Stattdessen schlägt er eine regelmäßig, aktualisierte Aufstellung der Energieverbräuche vor.

Energiesparpotenzial bei den Meisten

Die meisten Verbraucher könnten ihre Energiekosten durch sparsamen Umgang mit der Energie reduzieren. Lediglich drei Prozent der Befragten sind der Ansicht, kein weiteres Potenzial bezogen auf Energieeinsparungen zu haben. Das meiste Einsparpotenzial sehen sie bei den elektrischen Geräten mit 30 Prozent, bei der Beleuchtung mit 26 Prozent, bei der Heizung mit 23 Prozent und bezogen auf den Warmwasserverbrauch mit 17 Prozent.

Von den Befragten sind des Weiteren knapp 12 Prozent bereit, einmalig mehr als 1.000 Euro in energiesparende Technik zu investieren. Zwischen 500 und 1.000 Euro würden gut 25 Prozent ausgeben. Knapp 50 Prozent der befragten sind jedoch nicht bereit, mehr als 500 Euro zu investieren. In Bezug auf die Abschaffung der Glühbirne, einer staatlich veranlassten Sparmaßnahme, herrscht Uneinigkeit unter den Befragten. Gut 40 Prozent hätten die Glühbirne gern zurück und gut 40 Prozent findend deren Abschaffung sinnvoll.

geschrieben am: 14.02.2012