TÜV geprüfter Stromvergleich!

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Option gebührenfreier Autopilot
  • Erinnerung durch Tarifwecker
  • Alarm Preiserhöhung

E.ON: Scharfe Kritik von Regierungskoalition

Berlin/Düsseldorf - Nachdem die Opposition und die Gewerkschaften den geplanten Stellenabbau beim Energieriesen E.ON scharf kritisierten, wurden nun auch Vorwürfe aus dem Regierungslager bekannt. Peter Altmaier, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundesfraktion verkündete Donnerstag im ZDF, dass der Konzern den angekündigten Abbau von 11.000 Stellen nicht mit dem beschleunigten Atomausstieg begründen kann. Er ist der Meinung, dass dies nur eine durchsichtige Ausrede sei; einige Energieversorger hätten die Entwicklung anscheinend verschlafen.

Fehler liegen im Gasgeschäft

E.ON plant, 11.000 Stellen abzubauen; im Bereich der Kernkraftwerke arbeiten allerdings nur rund 2.500 Mitarbeiter. Aus diesem Grund ist der Unionspolitiker der Ansicht, dass, viel größere und andere Fehler, wie beispielsweise im Gasgeschäft, gemacht wurden. Hinzu kommt, dass E.ON den rechtzeitigen Einstieg das Geschäft mit Ökostrom verpasst habe. Nun bekommt E.ON die Rechnung. Altmaier kritsiert vor allem dabei, dass die Fehler des Managements offenbar nun auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden.

E.ON hielt an veraltetem Modell fest

Am Mittwoch gab E.ON-Chef Johannes Teyssen bekannt, von den weltweit rund 79.000 Stellen bis zu 11.000 abzubauen. Vor allem der Verwaltungsbereich ist davon betroffen. Als Grund nannte er unter anderem die Gewinneinbrüche nach der Atomwende. Der Konzern musste wegen des beschleunigten Atomausstiegs Belastungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verbuchen. Oliver Krischer, der energiepolitische Sprecher der Grünen bezeichnete den Stellenabbau als Folge einer Konzernpolitik, die anscheinend über viele Jahre verfehlt wurde. E.ON habe die Zeichen der Zeit nicht gesehen und hielt an seinem veralteten Modell mit Gas- und Kohlekraftwerken fest. Der Energiekonzern steht nach Ansicht von Analysten nicht nur wegen des Atomausstiegs unter Druck. Vor allem im Gashandelsgeschäft musste E.ON hohe Verluste verbuchen.

geschrieben am: 12.08.2011