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Entscheidung getroffen: Atomausstieg bis 2022

Berlin - Es ist vollbracht: Mit einer deutlichen Mehrheit aus Regierung und Opposition hat der Bundestag den Atomausstieg 2022 endgültig beschlossen. Auf dem Weg in eine neue Zeitrechnung der Energie war dieser Beschluss nicht der einzige. Umweltminister Norbert Röttgen betitelt den Atomausstieg als „nationales Gemeinschaftswerk“. Für die Parteien war das gestrige Ergebnis ein historischer Moment, da das Parlament fast in Einigkeit dem Atomausstieg zustimmte.

Reststrommengen werden auf andere AKW übertragen

Das letzte deutsche Atomkraftwerk soll am 31. Dezember 2022 abgeschalten werden. Die 8 Atomkraftwerke, die aufgrund des Atommoratoriums vom Netz genommen wurden, werden nicht mehr in Betrieb genommen. Bisher liefern sie allerdings noch 23 Prozent des Stroms in Deutschland. Die neun Kraftwerke, die noch übrig geblieben sind, sollen ab 2015 schrittweise abgeschalten werden. Davon sollen Emsland und Neckarwestheim zum Schluss, im Jahr 2022, runter gefahren werden. Die bereits stillgelegten Meiler verfügen allerdings noch über Reststrommengen; diese werden auf die anderen Kraftwerke übertragen.

Deutsche Kraftwerke unzureichend gegen Flugzeugabstürze gesichert

Acht Gesetze, darunter das Erneuerbare-Energien-Gesetz, hat der Bundestag gestern verabschiedet. Der Anteil von Strom, der beispielsweise aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird, soll bis 2020 von 17 auf 35 Prozent erhöht werden. Zudem soll der Ausbau der Stromnetze beschleunigt werden, um den Strom, der aus Offshore-Windparks im Norden produziert wird, zu den Verbrauchern im Süden zu liefern. Aus diesem Grund wurde auch diesbezüglich ein Gesetz zum Ausbau der Netzleitungen verabschiedet. Über 4000 Kilometer Stromleitung fehlte in Deutschland. Die Regierung will außerdem 5 Milliarden Euro in das Förderprogramm „Offshore-Windparks“ investieren. Ein weiteres Problem stellt der Atommüll dar, da ein Endlager immer noch nicht gefunden wurde. Außerdem bemängeln die Grünen, dass es keine Regelung über die Sicherheit der verbleibenden Atomkraftwerke gibt. Denn in der Zeit des Atommoratoriums wurde heraus gefunden, dass die deutschen Atomkraftwerke unzureichend gegen Flugzeugabstürze abgesichert sind.

Auch Grüne halten am Ausstiegsdatum fest

Hauptgeschäftsführerin des Energieverbandes BDWE, Hildegard Müller, ist ebenfalls der Meinung, dass die Gesetze noch nachgebessert werden sollten. Hinzu kommt, dass aufgrund des nun notwendigen verstärkten Einsatzes von Kohle auch die Umwelt wieder mehr belastet wird; die Umweltschützer kritisierten schon jetzt die Klimaschädigungen. Greenpeace ist der Meinung, dass der Atomausstieg noch schneller durchgeführt werden kann. Andere Umweltverbände setzten die Grünen deshalb unter Druck, dem von der Regierung geplanten Atomausstieg nicht zuzustimmen. Doch die Grünen wollen nun auch an dem Ausstiegsdatum 2022 festhalten. Der Bundesrat wird sich am 8. Juli mit dem Gesetzespaket beschäftigen.

geschrieben am: 01.07.2011