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Russland sperrt Stromlieferung nach Weißrussland

Moskau - Russland dreht seinen zahlungsunwilligen Nachbarn aus Weißrussland gern mal den Gashahn zu. Nun drehen die Russen auch noch den Strom für die Weißrussen ab. Vorerst soll das Land nicht mehr mit Strom beliefert werden. Grund für die Stromabschaltung sind unbezahlte Rechnungen von März, April und Mai. Wie der staatlich kontrollierte russische Energieversorger Inter RAO verkündete, sei eine Summe von 1,5 Milliarden Rubel nicht überwiesen worden.

600.000 Menschen haben ihren Job verloren

Seit 20 Jahren hat Weißrussland mit der schwersten Wirtschaftskrise zu kämpfen, denn der Staat hat keine Devisen mehr. Die Betriebe sind alles andere als konkurrenzfähig, da sie nach wie vor im Sinne der Planwirtschaft staatlich geführt werden. Der weißrussische Rubel wurde erst vor kurzem um rund 30 Prozent abgewertet. Unzählige Firmen mussten aufgrund der Abhängigkeit von den Importen ihre Arbeiten einstellen. Dabei haben 600.000 Menschen ihren Job verloren. Zwar erhielt Weißrussland einen Kredit, aber dieser reicht bei Weitem nicht aus, das gewaltige Loch im Staatshaushalt zu füllen.

Verschlechterung der Situation wäre im Interesse von russischen Akteuren

Moskau hingegen wehrt sich gegen den Vorwurf, dass das Abschalten des Stroms in Weißrussland politisch motiviert sei. Doch es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Konzerne aus Russland nur zu gern weißrussische Betriebe schlucken würden, wenn eine Privatisierung ansteht. Wenn sich die Lage in Weißrussland weiterhin verschlechtert, könnte das im Interesse von beispielsweise Gazprom sein.

geschrieben am: 29.06.2011