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Das deutsche Stromnetz bricht zusammen?

Hamburg/Berlin – Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur, macht den Energiekonzernen zum Vorwurf, dass diese angesichts des Atom-Moratoriums mit Panikmache reagieren würden. Die Energieunternehmen hatten vor dem Zusammenbruch der Stromnetze gewarnt. Kurth findet die Debatte um einen möglichen Blackout „Oft oberflächlich und interessengeleitet“, erklärte er im Interview mit „Spiegel Online“, das am Sonntag erschien.

Analytische und konsequente Reaktion gefordert

Die Befürchtung eines Blackouts hat Kurths Meinung nach „einen berechtigten Hintergrund“, allerdings ist die Art des Diskutierens „oft nicht hilfreich“, wenn es um das Thema der Versorgungssicherheit geht. Kurth erklärte im Interview, dass für eine absehbare Zeit die deutsche Energieversorgung auf weniger Erzeugung beruht, aber panische Reaktionen nichts bringen würden. Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber sollen seiner Meinung nach „analytisch und konsequent“ auf die neuen Umstände reagieren.

Kurth sagte, dass kein Blackout in Deutschland drohe. Den aktuellen Untersuchungen zufolge sind die Effekte, die das Atom-Moratorium auf das Energienetz haben, beherrschbar. Es gibt viele Möglichkeiten, die Kraftwerke so „anzuweisen und zu steuern“, dass ein Netzausfall verhindert werden kann, so Kurth.

Erhaltung der Blindleistung stellt Herausforderung dar

Das größte Problem stellt beispielsweise die Erhaltung der Blindleistung im deutschen Netz dar. Bei der Blindleistung muss eine gesamte ortsnahe Erzeugungskapazität gesichert werden, damit der Stromfluss ungehindert erfolgen kann. Für diese Sicherstellung sind Atomkraftwerke gut geeignet, erklärte Kurth. Vor allem im Süden wurden Atommeiler vom Netz genommen und Kohle- und Gaskraftwerke müssen für Ersatz sorgen, die aber in dieser Region nicht zahlreich genug vorhanden sind.

geschrieben am: 26.04.2011