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Stromverschwendung staatlich gefördert

Die Dringlichkeit des Strom Sparens wird derzeit auch in der Schweiz klar aus der gegenwärtigen energiepolitischen Aufregung deutlich. Dabei spielen die Stadt- und Gemeindewerke eine zentrale Rolle, denn sie beeinflussen den Konsum der Verbraucher über ihre Tarifmodelle. Allerdings zeigt ein Blick auf die Tarifblätter von Schweizer Stadtwerken: Der Strom wird umso billiger, je mehr davon verbraucht wird, wie die nzz berichtete. Ein Sparanreiz ist das nicht.

Der Grundtarif gehört abgeschafft

Wer in Bern pro Jahr 1600 Kilowattstunden Strom verbraucht, bezahlt dafür 21,9 Rappen pro Kilowattstunde. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 13.000 Kilowattstunden zahlt dagegen aber nur 14,8 Rappen. Und Bern ist keine Ausnahme, nein, dies ist die Regel: Strom wird in der Masse billiger. Dass Großkunden aus Gewerbe und Industrie weniger zahlen, wird im Sinne der Wirtschaftsförderung akzeptiert. Doch warum muss diese Regel auch für Haushalte gelten? Die Begründung ähnelt sich vielerorts: Der Grundtarif, den viele Elektrizitätswerke beispielsweise für das Ablesen des Stromzählers erheben, fällt dann stärker ins Gewicht, wenn der Stromverbrauch anteilsmäßig geringer ist. Der unabhängige Energieberater aus Zürich, Jörg Nipkow, gehört zu den Kritikern an der aktuellen Tarifpolitik: „Wenn sich Stromsparen lohnen soll, muss man den Grundtarif abschaffen“.

Zürich als Vorbild?

Auf die Kritik hin gibt es vielschichtige Argumente von den Energieversorgern. „Energie Wasser Bern“ weist beispielsweise darauf hin, dass ihnen viele Bestandteile des Strompreises gesetzlich vorgeschrieben seien. Das gelte für den Preis zur Nutzung des Stromnetzes ebenso wie für Umweltabgaben. Aber auch billiger Strom aus Wärmepumpen und sozialpolitische Argumente kommen vor. Letzteres nutzte die EKZ, die weite Teile Zürichs beliefert. Ihrer Meinung nach deute ein tieferer Stromverbrauch nicht auf Energieeffizienz hin. Zürich schaffte die Grundgebühr trotzdem schon in den 80er Jahren ab. Der Energiebeauftragte Bruno Bébié sagte dazu: „Ziel war es, die Bewohner der Stadt zum Stromsparen zu animieren.“ Letztlich sei die Gestaltung der Stromtarife aber eine politische Frage. Rot-Grün wollte das Stromsparen schon früh fordern und auch andere haben laut Bébié die Freiheit dazu. Der Sprecher des Bundesamtes für Energie, Matthieu Buchs, sprach davon, dass das Problem der wenig sparfreundlichen Tarife anerkannt sei. Die Tarife könnten nun unter Umständen in Bewegung geraten. Denn im Bundesamt gäbe es diesbezügliche Überlegungen. Es sei denkbar, dass es im Stromversorgungsgesetz entsprechende Bestimmungen geben wird. Das Gesetz ist derzeit in Arbeit.

geschrieben am: 06.04.2011