TÜV geprüfter Stromvergleich!

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Option gebührenfreier Autopilot
  • Erinnerung durch Tarifwecker
  • Alarm Preiserhöhung

Talsperren zur Stromerzeugung

Die rot-grüne Regierung von Nordrhein-Westfalen prüft derzeit die Nutzung der Talsperren zur Stromerzeugung. Medienberichten zufolge bietet die Pumpspeicher-Technologie nach Meinung des Umweltministers Johannes Remmel enorme Potentiale. Dabei geht es inzwischen wohl weniger um das ‚ob‘, sondern eher um das ‚wo‘ und ‚wie‘. Große Hoffnungsträger sind stillgelegte Zechen und Talsperren.

Hochspannende Untersuchungen

Für den Fraktionschef der Grünen, Reiner Priggen, ist es „hochspannend zu untersuchen, welche Möglichkeiten sich zum Beispiel am Bigge-, Möhne- und Rur-Stausee“ ergeben. Und ganz abwägig sind diese Gedanken nicht. Denn Remmel lies bereits verlauten: „Wir müssen prüfen, wie uns wo wir solche Speicherwerke einsetzen können, sei es in stillgelegten Zechen oder auch in Talsperren, die nicht mehr für das Trinkwasser benötigt werden“. Bei Pumpspeicherwerken wird der Höhenunterschied zwischen zwei Seen zur Erzeugung von Strom genutzt. Durch Turbinen schießt das Wasser aus dem oberen Becken in das untere Auffangbecken. Nachts, wenn der Strombedarf gering ist, wird das Wasser mit einem Teil des erzeugten Stroms zurück nach oben gepumpt. Und diese Technik ist keine Neuheit. Die RWE betreibt schon seit 1930 ein solches Kraftwerk, an einem anderen, 1.200 Megawatt erzeugendem Wasserkraftwerk ist die RWE zu 40 Prozent beteiligt. Neu ist allerdings die Einbeziehung der Gefälle von Kohle-Abraumhalden.

Trubel in der Politik

Der CDU-Wirtschaftsexperte Hendrik Wüst kündigte in der Landtagsdebatte über den Atomausstieg an, dass die Union ihre skeptische Haltung gegenüber dem rot-grünen Windenergie-Erlass überdenken würde. Der Wirtschaftsexperte der Union, Lutz Lienenkämper berichtete, dass die Kommunen die bisherigen Höhenbegrenzungen für Windenergie-Anlagen überprüfen müssten. Denn „Neue, effiziente Windräder sind oft höher als 80 Meter“. Kommunen müssen nun aber zusätzliche Flächen für Windparks ausweisen. Der Vize-Fraktionschef der FDP, Dietmar Brockes kritisierte aber die Grünen, sie würden sich zwar für Windkraft einsetzen, sich aber gegen den Netzausbau versperren. Er warnte auch vor steigenden Strompreisen bei einem übereilten Atomausstieg.

Diskussionen und Vorwürfe

Ein anderes Thema, was heiße Diskussionen im Landtag verursachte, war das geplante Kohlekraftwerk Datteln IV. Während die CDU dazu aufforderte, den Bau „schnellstmöglich“ abzuschließen, gab es Vorwürfe vomSPD-Politiker Thomas Eiskirch. Er kritisierte, schwarz-gelb habe das Projekt „versaubeutelt“ und das Recht „verbogen“. Und auch der Außenminister von Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider, von der SPD betitelte Datteln nicht als ein politisches sondern als ein rechtliches Problem. Der Opposition werde es aber nicht gelingen, einen Keil zwischen rot und grün zu treiben.

geschrieben am: 31.03.2011