TÜV geprüfter Stromvergleich

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Option gebührenfreier Autopilot
  • Erinnerung durch Tarifwecker
  • Alarm Preiserhöhung

Hamburg ohne Atomstrom?

Durch die Konsequenzen, die die Katastrophe in Fukushima nach sich zieht, sind viele Verbraucher verunsichert. Besonders interessiert sie, ob Hamburg ohne Atomkraft zurechtkommen würde und wann der Ausstieg möglich ist. Das Hamburger Abendblatt beantwortete am heutigen Donnerstag die wichtigsten Fragen, die den Hamburger Verbrauchern derzeit auf dem Herzen brennen.

Die Hamburger Stromversorgung

In Hamburg selbst sind keine Atomkraftwerke vorhanden und der von den Hamburgern verbrauchte Strom stammt vorwiegend aus Kohle- und Gaskraftwerken. Es spielen aber auch erneuerbare Energien, besonders die Windkraft, aber auch Biomasse und zu geringen Teilen die Verbrennung von Müll eine Rolle. Hamburg kann sich nicht selbst versorgen. Derzeit ist aber besonders die Atomkraft aus Brokdorf sehr wichtig, aber auch aus Schleswig-Holstein kommt Energie, die fester Bestandteil der Stromversorgung in Hamburg ist, nämlich aus Kohle- und Windkraft. Letztere kommt auch aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Kohlekraftwerk Wedel, von dem ebenfalls Energie kommt, soll bald vom Netz gehen und durch das neue Kohle-Großkraftwerk in Moorburg ersetzt werden.

Kein Licht ohne Atomkraft?

Bei der Frage, ob es in Hamburg ohne Atomkraft dunkel wäre, kommt vom Hamburger Abendblatt ein deutliches Nein. Denn besonders in Ostdeutschland gibt es ausreichend leistungsstarke Braunkohlekraftwerke, die auch teilweise den Norden versorgen können. Schon jetzt liefe die Versorgung ja reibungslos, obwohl schon 17 Atomreaktoren nicht am Netz sind. Die Stabilität wäre nur dann gefährdet, wenn keine Reservekapazitäten eingesetzt und kein Strom importiert würde – allerdings eher im Süden und Norden Deutschlands. Einer Studie des Öko-Instituts zufolge könnten 10 deutsche Reaktoren sofort vom Netz gehen, ohne die Stromversorgung zu gefährden. Bis 2013 könnte man auf weitere vier verzichten. Bis 2020 könnten dann auch die übrigen drei verschwinden. Allerdings wären auch dann neue Kohlekraftwerke und rund 4500 Kilometer neue Hochspannungsnetze nötig. Ein kompletter Ausstieg ist wohl ab 2022 möglich.

Atomausstieg beschleunigen

Zumindest theoretisch kann Deutschland in einigen Jahren komplett auf erneuerbare Energien umsteigen, auch Hamburg. Dafür müsse nur die Zahl von Wind- und Biomassekraftwerken, Solar- und Erdwärmeanlagen wachsen und die Schwankungen durch Energiespeicher ausgeglichen werden. Außerdem sind zum Transport neue Netze nötig. Diese Entwicklung kann von jedem Stromverbraucher mit einem einfachen Anbieterwechsel vorangetrieben werden. Auch eigene Anlagen zur Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien erhöhen den Ökostromanteil. So kann jeder seinen Anteil zum schnellen Wechsel beitragen.

geschrieben am: 31.03.2011