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Stromversorgung in Fukushima 1 läuft wieder

In Japan gib es noch keine Entwarnung, die Reaktoren rauchen noch immer. Die Lage bleibt kritisch. In zwei Blöcken ist der Wasserpegel im Vergleich zu den vergangenen Tagen gesunken, wie der Sprecher der japanischen Atomaufsichtsbehörde Nisa berichtete. Südlich von Tokio sind die Radioaktivitätswerte erhöht. Allerdings ist es gestern gelungen, alle sechs Reaktoren wieder mit dem Stromnetz zu verbinden.

Unfreiwillige Einsätze unter Lebensgefahr

Es ist ein wichtiger Schritt zur Wiedererlangung der Kontrolle über die Anlage. Japan muss zur Zeit sehr viel verkraften: Ein Erd- und mehrere Nachbeben, erhebliche Probleme mit Atomreaktoren, und nun auch noch einen PR-Gau. Denn schon der Regierungschef Naoto Kann macht als Krisenmanager bislang schon keine allzu gute Figur. Auf die Spitze trieb es nun sein Industrieminister Banri Kaieda. Der zweite Mann im Krisenstab soll Feuerwehrleiten Strafen angedroht haben, wenn sie sich weigern würden, den lebensgefährlichen Einsatz zur Kühlung der havarierten Reaktoren durchzuziehen. Bisher wurden die Einsätze allerdings immer als „freiwillig“ deklariert und die „freiwilligen Kämpfer“ gegen die Kernschmelze als Helden gefeiert.

Das größte Problem ist die Logistik

Laut Polizei konnten in den vom Erdbeben und dem Tsunami verwüsteten Gebieten bis gestern mehr als 9000 Leichen geborgen und identifiziert werden. Die Schlimmsten Befürchtungen beziehen sich auf eine Verdopplung dieser Zahl bis zum Ende der Bergungsarbeiten. Bisher werden 12.645 Menschen vermisst. Es wäre möglich, dass ihre Leichen ins Meer gespült wurden. „Es wird Monate dauern, bis die Schäden der Katastrophe überhaupt erfasst sind. Mindestens so lange werden die meisten Opfer noch auf Notunterkünfte angewiesen sein“, berichtete Ralf Südhoff, der Deutschland-Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP). Das WFP ist im Nordosten Japans im Einsatz und hilft den Opfern der Katastrophe. Die Regierung berichtet über ausreichend Nahrungsmittel und Trinkwasser. Doch Südhoff fürchtet viel eher das Problem der Logistik: „Viele Straßen, Häfen, Flughäfen und Bahnverbindungen sind durch Erdbeben und Tsunami zerstört, sodass wir die Hilfsgüter nur sehr mühsam überhaupt in die Krisenregionen transportieren können.“

geschrieben am: 23.03.2011