TÜV geprüfter Stromvergleich!

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Option gebührenfreier Autopilot
  • Erinnerung durch Tarifwecker
  • Alarm Preiserhöhung

Atomkurs europäischer Länder bleibt unverändert

Berlin – Die aktuellen Ereignisse in Japan rufen in vielen Erinnerungen an das 25 Jahre zurückliegende Unglück von Tschernobyl hervor. Leider ist das aber vielen Ländern auch die einzige Reaktion. Lediglich Bundeskanzlerin Angela Merkel zog nun die atomare Notbremse. Das sei jedoch nicht als Kehrtwende ihrer bisherigen Atompolitik zu werten. In Frankreich werden rund 80 Prozent des Strombedarfs über die 58 Kernkraftwerke gedeckt.

Präsident Nicolas Sarkozy sagte dem „Le Figaro“ (Dienstagsausgabe) zufolge, dass ein Ausstieg nicht in Frage komme. Zudem seien die französischen Atommeiler zehnmal sicherer als andere, da sie über eine doppelte Schutzhülle verfügten. Außenminister Alain Juppé betonte jedoch, dass man in Frankreich nun verstärkt auf den Ausbau von erneuerbaren Energien wie Offshore-Windparks setzen wolle.

Großbritannien und Spanien halten am Kurs fest

Großbritannien will nichts vom Atomausstieg wissen. Energieminister Chris Huhne bat die Regulierungsbehörde lediglich um eine Prüfung der zehn Kraftwerke. Dies in den 1980er Jahren gebauten Reaktoren sollen bis 2035 abgeschaltet und durch acht neue Kernkraftwerke ersetzt werden. Auch Spanien macht keinerlei Anstalten für eine Kehrtwende – dabei sind der Meiler Garoña bei Burgos und Cofrentes bei Valencia fast baugleich mit der japanischen Anlage in Fukushima. Man dürfe keine voreiligen Schlüsse ziehen sagte Umweltministerin Rosa Aguilar. Ihre Kollegin, Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado, betonte, dass die Krise in Japan durch die extremen Umstände einer der stärksten Erdbeben der letzten Zeit ausgelöst worden sei.

Atomausbau in Italien und der Slowakei

Italien hält unterdessen an seinen Plänen für einen Wiedereinstieg in die Atomenergie fest. Man könne sich keine neue „Atom-Angst“ leisten, sagte der italienische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Paolo Romani. „Wir bezahlen bis heute die Angst von 1987 in Form von hohen Stromrechnungen, mangelndem Wachstum und technologischem Rückschritt." Nach dem Unglück von Tschernobyl war das Mittelmeerland aus der Atomenergie ausgestiegen. Am 12. Juni können die Italiener jedoch erneut darüber abstimmen, ob es eine Rückkehr der Kernenergie geben soll oder nicht. Die Slowakei will die Anzahl ihrer Kernkraftwerke in den kommenden Jahren sogar von vier auf acht verdoppeln. Von Einschüchterung durch die Katastrophe von Fukushima ist nichts zu spüren.

geschrieben am: 16.03.2011