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Großteil der Deutschen will schnellen Atomausstieg

Der bevorstehende GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat in Deutschland erhebliche Auswirkungen auf die Meinung der Bürger. Das Ergebnis einer Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des ARD „Deutschlandtrend“ zeigt, dass 53 Prozent der Befragten eine schnellstmögliche Abschaltung aller deutschen Atommeiler fordern (43% waren dagegen). Das ZDF-“Politbüro“ ermittelte sogar eine 60-prozentige Quote für den schnellen Atomausstieg. Rund 70 Prozent der Bevölkerung halten es für möglich, dass einen Atomunfall wie in Japan auch in Deutschland passieren kann.

Am Montag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt die Laufzeitverlängerung für drei Monate auszusetzen. Im Weiteren sollen die als besonders unsicher geltenden Kernkraftwerke Isar I (Bayern) und Neckarwestheim I (Baden-Württemberg) schnellstmöglich vom Netz gehen. Auch Deutschlands ältestes AKW Biblis A könnte abgeschaltet werden – dort ist aber vorerst nur eine Revision geplant.

Mappus fürchtet um seine Macht

Alle deutschen Atomkraftwerke sollen nun einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Danach sei es möglich, dass weitere Kraftwerke Außer Betrieb genommen würden. Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sagte dem ZDF-“Heute Journal“, dass man die Ängste und Wünsche der Bevölkerung ernst nehmen müsse. Einst war Mappus einer der Hauptbefürworter der schwarz-gelben Laufzeitverlängerung. Bei der Landtagswahl am 27. März könnte er nun seinen Posten verlieren. Röttgen „Aus der Kernenergie raus“.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) betonte, dass das Moratorium der Regierung nichts mit Wahlkampftaktik zu tun habe – dazu sei das Thema viel zu fundamental. Er geht davon aus, dass die während des Moratoriums stillgelegten Kernkraftwerke auch dauerhaft außer Betrieb bleiben werden. Nun müsse Deutschland zusehen, schnellstmöglich aus der Kernenergie herauszukommen.

Atombranche gegen den schnellen Ausstieg

Die Atombranche lehnt indes eine Rücknahme der Laufzeitverlängerung ebenso ab wie einen beschleunigten Atomausstieg. Der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, kündigte jedoch Nachbesserungen bei der Sicherheit deutscher Atommeiler an. Güldner fürchtet ein endgültiges Aus für alle deutschen Atomkraftwerke.

geschrieben am: 16.03.2011