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AKW-Stilllegung könnte Strompreise verteuern

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beschlossen die sieben ältesten Atomkraftwerke vorübergehend stillzulegen. Diese Maßnahme könnte laut Experteneinschätzungen aber zu einer Verteuerung der Strompreise führen. Verbraucher müssten dann mit einem Anstieg der Kosten um bis zu 7 Prozent rechnen.

Im Jahresmittel könnte der Großhandelspreis für Strom 2012 um bis zu 20 Prozent steigen, was für den Endverbraucher eine Verteuerung von rund sieben Prozent bedeuten würde, so die Schätzung des unabhängigen Beratungsunternehmens Energy Brainpool. Das Berliner Unternehmen errechnete, dass der Großhandelspreis von derzeit 53 Euro auf 60 Euro steigen könnte, wenn die rund 5.000 Megawatt aus den AKW wegfielen. Zusätzlich kämen dann noch der Preiseffekt auf Emissionszertifikate von etwa drei Euro hinzu. Laut Tobias Federico, Geschäftsführer von Energy Brainpool, steige der Großhandelspreis damit auf insgesamt 63 Euro.

Preisspitze oder neues Preisniveau?

Durch das Ausscheiden der Atomkraftwerke am Markt würde es außerdem zu einer Verschiebung der Angebotskurve an der Leipziger Strombörse EEX kommen. Auch die Emissionszertifikate würden teurer werden, da plötzlich 5.000 Megawatt CO2-freier Strom am Markt fehlten. Man könne derzeit aber nicht abschätzen, ob es sich lediglich um eine kurzzeitige Preisspitze oder eine dauerhafte Niveau-Anhebung handele, so Federico. Entscheidend sei vor allem, ob die Kernkraftwerke dauerhaft abgeschaltet würden und durch welche Energieform sie ersetzt würden.

Preise an Strombörse gestiegen

Tatsächlich hat die Leipziger Strombörse bereits auf die Stilllegungen reagiert. Strom zur Lieferung im zweiten Quartal 2011 verteuerte sich gestern um zehn Prozent, die Kilowattstunde kostete damit 58 Euro. Strom für das nächste Jahr schoss gar auf 58,80 Euro je Kilowattstunde und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2009.

geschrieben am: 16.03.2011