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Windparks gefährden bedrohte Tierarten

Das Bundesamt für Naturschutz schlägt Alarm. Denn die mitten in die Nordsee gesetzten Offshore-Windparks gefährden Tierarten, die ohnehin schon gefährdet sind. Inzwischen ruft die Branche nach dem Umweltminister. Nun steht ein offener Konflikt zwischen Klima- und Naturschutz bevor.

Vorsichtige Vögel

Rund um die Windparks gibt es kein Leben mehr. Zumindest Seetaucher sind so vorsichtige Vögel, dass sie sich nicht näher als vier Kilometer an die riesigen Stahlgebilde mitten in der Nordsee herantrauen. In einer Zweikilometerzone lässt sich praktisch kein Stern- der Prachttaucher blicken. Und selbst der Bestand der Schiffe schrumpfte in den vergangenen Jahren erheblich. Die Europäische Union nahm sie nun in die Rote Liste gefährdeter Arten auf.

Dies war ein Schritt in die richtige Richtung. Genau gegensätzlich ist aber die Tatsache, dass mitten im seit Jahren geschützten Hauptrastgebiet in der Deutschen Bucht, etwa 30 Kilometer vor Sylt, ein Windparkt mit 80 Anlagen gebaut werden darf. Doch das Gebiet wurde erst zur FFH-Zone (Flora Fauna Habitat)ernannt, als die Genehmigung erteilt wurde und so genießt das Projekt Bestandsschutz.

Natur- siegt über Klimaschutz

Einige Kilometer weiter draußen, noch vor dem Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ wird nun ein offener Konflikt entflammen, den sich Klima- und Naturschützer liefern werden. Es könnte sein, dass dies der erste Fall wird, bei dem die Genehmigung eines Windparks am Veto des Bundesamtes für Naturschutz scheitert. Denn das Projekt gefährdet den Lebensraum bedrohter Arten. „Auch Randgebiete der FFH-Zone genießen zentrale Bedeutung für den Schutz der Seetaucher.

Das ist im europäischen und im nationalen Recht eindeutig geregelt“, erklärt DfN-Präsidentin Beate Jessel. Hier geht es um die Sandbank 24, wo auch bereits ein Windpark mit 96 Anlagen genehmigt wurde. Das Millionenschwere Projekt steht schon ganz offiziell auf der Kippe.

geschrieben am: 08.03.2011