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Energiealarmstufe 1 in Spanien

Weil die Regierung Energie sparen will, sollen Spaniens Bürger mit Sparguthaben die Konjunktur ankurbeln. Nun rief Madrid die „Energiealarmstufe 1“ aus. Tritt demnächst auch die zweite Stufe ein, wird auf die Stromreserven zurückgegriffen und dann darf der Strom auch abgeschaltet werden.

Opfern um zu siegen

Spaniens Regierung hat abenteuerliche Pläne. Die neueste Forderung richtet sich an das Volk im Allgemeinen und möchte es dazu veranlassen, die Sparpolster in der schwersten Wirtschaftskrise seit Beginn der Demokratie aufzulösen, damit die Konjunktur wieder anläuft. „Wenn unsere Landsleute die Sparquote um zwei Prozent absenken, wächst die Wirtschaft dieses Jahr um ein Prozent“, begründet José Manuel Campa, diese Aktion, der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Denn der Privatkonsum macht fast die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes aus.

Doch von der sozialistischen Regierung von Premier José Luis Rodríguez Zapatero ist keine Hilfe zu erwarten, die Spanier sollen sich also am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Denn auch wenn das Volk keineswegs dazu bereit ist, hat die Regierung nach drei Jahren Krise schlicht kein Geld mehr für wirksame Konjunkturprogramme. Gustavo de Aristegui, der Wirtschaftsexperte der oppositionellen Volkspartei sagt dazu: „die Aufforderung zu mehr Konsum ist eine Bankrotterklärung“. In Spanien liegt die Arbeitslosenquote mit 20,4 Prozent so hoch wie seit 15 Jahren nicht. Darum stieg die Sparquote auf 18 Prozent.

Unzählige Maßnahmen

Außerdem erwischte die neue Ölkrise die Regierung schwer. Denn der Hauptlieferant ist Libyen und Spanien führt 84 Prozent seiner Energie ein. Darum musste Madrid nun die Energiealarmstufe 1 ausrufen. Geht dies noch einen Schritt weiter, darf der Strom sogar vorübergehend ausgeschaltet werden. Das verstärkt die Panik im Lande noch mehr. Der Krisenstab im Industrieministerium brütet nun unermüdlich über neuen Lösungen und eine Maßnahme nach der anderen kommt zum Vorschein.

Inzwischen gibt es Tempolimits, die Rathäuser sollen ihren Fuhrpark um 50 Prozent verringern und auch die grandiose Nachtbeleuchtung Spaniens soll schwinden. Im Mittelmeerland ist es derzeit nach Sonnenuntergang doppelt so hell wie in Deutschland. Die Laternen sollen nun mit LED-Lampen ersetzt werden. Diese langfristig 80 Prozent sparende Maßnahme würde aber 2,1 Milliarden Euro kosten und sich erst nach sechs bis sieben Jahren auszahlen.

geschrieben am:07.03.2011