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Greenpeace: Bahn nutzt zu wenig Ökostrom

Berlin – Laut Greenpeace setzt die Deutsche Bahn zu sehr auf Atomstrom – die weist die Vorwürfe jedoch zurück. Derzeit deckt die Bahn 18,5 Prozent seines Bedarfs durch regenerative Energien, bis 2020 soll der Anteil auf 30 Prozent steigen. Zu diesem Zweck schloss der Konzern erst kürzlich langjährige Verträge mit zwei Windparks in Brandenburg.

Tobias Riedl, Greenpeace-Atomexperte, betonte, dass die Kritik nicht polemisch und zu einseitig gegen die Bahn gerichtet sei. Immerhin ist die Bahn das größte staatliche Unternehmen und der größte Stromverbraucher Deutschlands. Während der letzten zwei Jahre, in denen sich Greenpeace mit der Deutschen Bahn im Dialog befand, habe sich kaum etwas verändert, so Riedl.

Die Bahn besitzt ein eigenes, rund 7.750 Kilometer langes Stromnetz, mit dem mehr als 25.000 Züge täglich bewegt werden können. Drei Viertel des Bahn-Stroms kommen aus Kraftwerken mit festen Abnahmeverträgen. Im Atomkraftwerk Neckarwestheim I gibt es sogar eine eigene Turbine für die Bahn.

Bahn investiert in Atomkraft

Rein rechnerisch betrachtet besteht der nächste Atommülltransport komplett aus Abfall, den die Bahn hervorgerufen hat: in Neckarwestheim sind allein durch die Bahn 110 Tonnen radioaktiver Müll angefallen. Und die Bahn investiert weiter kräftig in konventionellen Strom. Am AKW-Standort Neckarwestheim entsteht ein Neubau eines Umrichtwerks. Die Deutsche Bahn ist eigenen Angaben zufolge mit 9,4 Millionen Euro an dem 46,5 Millionen Euro teuren Projekt beteiligt – der Rest kommt aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

Kunde entscheidet selbst

Riedl betonte jedoch, dass man keinen Boykott der bahn wolle, sondern lediglich, dass das Unternehmen etwas grüner werde. Trotzdem entrollten Aktivisten am Berliner Glasdach ein gelbes Banner mit der Aufschrift „Atomkraft ist ein Irrweg, Herr Grube“. Die Bahn ist jedoch der Meinung, dass der Kunde selbst entscheiden kann. Mit dem Kauf von „Umwelt-Plus-Tickets“ könne die Einspeisung erneuerbarer Energien jedoch langfristig gesteigert werden. Greenpeace hält das eher für eine PR-Aktion.

geschrieben am: 01.03.2011