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Europäische Finanzierungslösung für Desertec

Mit Argusaugen verfolgen die Initiatoren des gigantischen Wüstenprojektes Desertec die politischen Revolutionen in Tunesien oder Ägypten. Denn aus den nordafrikanischen Wüsten soll demnächst viel Strom kommen. Dieser soll dann die umliegenden nordafrikanischen Regionen versorgen, aber auch – und das als Hauptziel – Europa.

Test in Marokko

Mit Photovoltaik und Solarthermie soll aus der nördlichen Wüste Afrika bald Strom fließen. Viel Strom. So viel Strom, dass er nicht nur für die umliegenden Regionen reicht, sondern auch noch für Europa. Er soll natürlich nicht die gesamte Stromversorgung abdecken können. Doch der Strom soll über Spanien und Frankreich nach Deutschland kommen und auch angrenzende Länder zu 15 Prozent mit Strom versorgen. So ist zumindest der Plan. Das Konsortium der Desertec Industrial Initiative (DII) kündigte nun an, vorerst eine Pilotanlage in Marokko errichten zu wollen. Zum Konsortium gehören unter anderem auch Eon und RWE sowie die Münchner Rück und die Deutsche Bank. Bevor man also in die Krisengebiete vordringt, soll erst mal gecheckt werden, ob die Pläne im Grunde funktionieren. Das Ergebnis soll Aufschluss darüber geben, ob Desertec machbar ist oder nicht. Von der 500 Megawatt leistenden Anlage sollen 80 Prozent nach Europa gelangen. Dafür sind rund zwei Milliarden Euro Investitionen ab 2015 geplant. Es kann aber auch sein, dass diese erst ein Jahr später gebraucht werden.

Europäische Finanzierungslösung

Während die Investoren also erst einmal prüfen wollen, fordert der Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle eine europäische Lösung für die Finanzierung von Desertec. Er sagte der DII in der vergangenen Woche: „Die Bundesregierung kann das ehrgeizige Projekt in gesprächen unterstützen und manche Türen öffnen. Entschlossen vorangehen mit konkreten Konzepten und Business-Plänen müssen die beteiligten Unternehmen aber selber. Für die Finanzierung brauchen wir eine intelligente, europäische Lösung. Denn es kann nicht sein, dass der Wüstenstrom nach Italien oder Spanien exportiert wird und der deutsche Stromverbraucher dafür zahlen muss.“

geschrieben am: 14.02.2011