TÜV geprüfter Stromvergleich!

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Option gebührenfreier Autopilot
  • Erinnerung durch Tarifwecker
  • Alarm Preiserhöhung

Altkraftwerk in Datteln bleibt länger am Netz

Auf Grund der endlosen Streitigkeiten um das geplante Steinkohlekraftwerk Datteln im Kreis Recklinghausen, will Deutschlands größter Energieversorger E.ON seine Altanlagen vor Ort nun doch länger betreiben. Dazu hat E.ON die Stilllegungsanzeige für seine Altblöcke widerrufen.

Ein Sprecher erklärte den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe am Mittwoch in Essen: "Solange nicht absehbar ist, dass das neue Kraftwerk in Datteln in Betrieb gehen kann, haben wir die Blöcke eins bis drei aus der Stilllegungsplanung herausgenommen, um die Versorgungssicherheit in jedem Fall garantieren zu können."

Die drei Blöcke mit einer Gesamtleistung von 350 Megawatt sollten ursprünglich bis spätestens Ende 2012 durch das neue Kraftwerk ersetzt werden. Zu diesem Zweck hatte E.ON bereits 2006 eine entsprechende Stilllegungsanzeige bei der zuständigen Bezirksregierung eingereicht. Aus diesem Grund war es auch möglich die alten Kraftwerksblöcke ohne nachträgliche Filtereinbauten weiter zu betreiben.

Nachrüstung abgeschlossen

Nach Angaben des Sprechers hat E.ON die Anzeige bereits am 6. Oktober letzten Jahres zurückgezogen. Mittlerweile sei man fest entschlossen die alten Kraftwerke weiter zu nutzen. Mittlerweile wurden auch die Blöcke aus den Jahren 1964 und 1969 mit den erforderlichen Filteranlagen ausgerüstet. E.ON investierte dafür einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Baustopp seit 2009

Im September 2009 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster den Bebauungsplan für das Kraftwerk Datteln für unwirksam erklärt. Grund für die Entscheidung war die mangelnde Einhaltung von Vorgaben zum Naturschutz und zum Schutz der Bevölkerung. Da die Anlage zu nah an einem Wohngebiet liegen würde, wurden die Arbeiten in einigen Bauabschnitten gestoppt. Derzeit sieht es nicht so aus, als ob der Bau planmäßig fortgeführt werden könnte.

geschrieben am: 10.02.2011