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Atommüll: Lubmin als Vorbild

Allem Anschein nach steht der bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH (EWN) in Lubmin ein Großauftrag aus Russland ins Haus. Die Firmensprecherin Marlies Philipp erklärte, dass Ende 2010 eine Anfrage einer russischen Nuklearfirma eingegangen sei. Diese sei an einem modernen atomaren Entsorgungszentrum im Stil des Lubminer Zwischenlagers Nord interessiert. EWN solle demnach die Planung, Bauleitung und Qualitätssicherung für das Projekt übernehmen.

Entsorgung von Reaktorteilen

Dem Papier war zu entnehmen, dass das Abfallzentrum nahe einem westrussischen Atomkraftwerk geplant ist. Demnach kämen unter anderem die Standorte Smolensk, St. Petersburg und Kursk in Frage. Im Entsorgungszentrum sollen Reaktorteile gereinigt, zerlegt und eingelagert werden. Die Zwischenlagerung von abgebrannten Brennelementen sei aber ausdrücklich nicht vorgesehen, so Philipp.

Deutsches Know-How

Da die Russen deutlich an einer deutschen Zusammenarbeit interessiert seien, wolle die EWN kurzfristig prüfen in wie fern der Auftrag mit Hilfe weiterer Partner übernommen werden kann. Grund sei vor allem das Know-How der Lubminer Ingenieure beim Rückbau von Atommeilern russischer Bauart, erklärte Philipp. Nicht zuletzt seien auch die Erfahrungen der EWN ausschlaggebend: seit 2003 ist das Unternehmen bei Murmansk bei der Errichtung eines Langzeitlagers für Reaktorsektionen russischer Atom-U-Boote im Einsatz. Zudem arbeiten deutsche Spezialisten bei der Stillung von Atomkraftwerken in Russland, der Ukraine, Litauen, Bulgarien und der Slowakei mit.

In Lubmin entstand für rund 240 Millionen Euro zwischen 1994 und 1997 eines der modernsten atomaren Entsorgungszentren der Welt. Dort werden unter anderem Altanlagen aus den ostdeutschen Kernkraftwerken Lubmin und Rheinsberg entsorgt.

geschrieben am: 06.01.2011