Deutscher Energiemarkt im starken Wandel

5.1.2011 | Redaktion:

Frankfurt/Main – Der Strommarkt vollzieht gut zehn Jahre nach der Liberalisierung wieder einen Wandel in Richtung Ausgangspunkt. So gewinnt der Staat wieder zunehmend Einfluss, Baden-Württemberg steigt sogar beim Energieversorger EnBW ein. Auch andere Kommunen steigen in die Stromversorgung ein und üben vermehrt Druck auf die Großkonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall aus.

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Deutscher Energiemarkt im starken Wandel

Nach Informationen der Bundesnetzagentur läuft ein Großteil der bundesweit etwa 20.000 Konzessionsverträge zum Betrieb der Strom- und Gasnetze derzeit oder in den nächsten Jahren aus. Viele Kommunen wollen dann ihre Netze wieder in eigener Regie betreiben, statt sie weiter an die Konzerne zu verpachten. Auch in Sachen Energieerzeugung wollen die Kommunen verstärkt mitmischen. So kaufte im Dezember 2010 das Konsortium aus sechs Ruhrgebiets-Stadtwerken den fünftgrößten Energieversorger Evonik-Steag. Die Stadtwerke Hannover, Mainova aus Frankfurt, N-Ergie aus Nürnberg und ein Konsortium kleiner Versorger um die Freiburger Badenova kauften bereits 2009 E.ON die in der Thüga-Holding gebündelten Minderheitsanteile an Kommunalversorgern ab.

Immer mehr Stadtwerke



Seit 2007 wurden mehr als 30 neue Stadtwerke gegründet und gut 100 alte Konzessionsverträge von Stadtwerken neu gewonnen, so die Angaben des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). So wird noch in diesem Jahr in Berlin ein kommunaler Versorger gegründet. In Hamburg agiert bereits seit 2009 das städtische unternehmen „Hamburg Energie“, das künftig ökologischen Strom selbst produzieren will. Wie der VKU erklärt, ist vor allem die Nähe zu den Verbrauchern und der heimischen Wirtschaft das entscheidende Argument.

Kritiker warnen vor Wandel



Indes warnen die Kritiker der so genannten Rekommunalisierung vor einem fatalen Rückschritt. Hier spiegele sich deutlich der bedenkliche Zeitgeist wieder: mehr Staat, weniger Privatwirtschaft, so der Energieexperte der Unternehmensberatung Accenture, Stephan Werthschulte. "Diese Entwicklung muss hinterfragt werden, da sie die Liberalisierung teilweise ad absurdum führt." Auch Volker Rothenpieler von der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner warnt vor einem Rückschritt. Allerdings sieht er in dem Trend auch eine Chance für neue Synergien. So könnten beispielsweise Strom, Gas, Verkehr und Wasser und neue Angebote wie Elektromobilität aus einer Hand angeboten werden.


Bei dem Großkonzern E.ON wird die Situation eher heruntergespielt. RWE erklärte immerhin, dass man den Wettbewerb spüre. Daher versuche man gemeinsame Lösungen mit den Kommunen zu finden, von denen beide Seiten profitierten. Wenn die Netze in großen Einheiten betrieben würden, blieben jedenfalls auch die Kosten niedriger. Rund ein Viertel der RWE-Aktien befindet sich sogar in kommunalem Besitz.

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