Wenig Auswahl bei flexiblen Stromtarifen

4.1.2011 | Redaktion:

Hamburg – Wie der „Spiegel“ berichtete, gibt es in Deutschland bislang nur wenige Versorger, die ihren Kunden variable Tarife anbieten. Eine Umfrage der Freiburger Forschungsgruppe EnTC ergab, dass nur rund 70 Prozent der Unternehmen Tarife mit flexiblen Preisen anbieten. Ab 1. Januar 2011 sind jedoch alle der gut 800 Stromversorger dazu verpflichtet, ihren Kunden variable Tarife anzubieten.

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Wenig Auswahl bei flexiblen Stromtarifen

Kaum echte Flexi-Tarife



Der Gesetzgeber bezweckt damit die Belohnung der Kunden, wenn diese ihren Stromverbrauch in die nachfrageärmeren Nebenzeiten verlagern. In der Umsetzung hapert es jedoch noch. Die Energieversorger würden häufig nur einen Tarif anbieten, der zwischen Tag- und Nachtstrom unterscheidet – das ist jedoch nicht neu, sondern wird schon länger praktiziert. Die allerwenigsten Anbieter hätten wirklich variable Tarife im Angebot. Bei den Stadtwerken Münster erhält der Kunde ein spezielles Wochenend-Produkt und in Bochum unterteilt ein Tarif den Tag in drei Zeitzonen.

Wechsel lohnt kaum



Das Magazin monierte, dass sich der Wechsel zu einem solchen Flexi-Tarif derzeit nur selten lohne. Häufig lägen die Gesamtkosten, die mit den Produkten verbunden sind, sogar noch höher aus als bei Standardtarifen. Zu diesem Schluss kam der EnTC-Geschäftsführer Harald Schäffler. Einen Preisvorteil könnten am ehesten noch größere Haushalte erzielen.

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