China gelingt Brennelemente-Wiederaufbereitung

4.1.2011 | Redaktion:

Peking – Im chinesischen Staatsfernsehen verkündete das Land am Montag ein Durchbruch bei der Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente. Durch die neue Technologie könne man „Plutonium und Uran aus abgebrannten Kernbrennstoffen" gewinnen. Damit würden die in China entdeckten Uran-Bestände „bis zu 3.000 Jahre“ reichen. Bisher ging man von 50 bis 70 Jahren aus. Dem Bericht zufolge macht die neue Technologie die Nutzung "60 mal effizienter".

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China gelingt  Brennelemente-Wiederaufbereitung

Anlage 100% Original



Wang Jian, Chefingenieur des Wiederaufarbeitungsprojekts der China National Nuclear Cooperation (CNNC) erklärte dem Staatsfernsehen, dass die Anlage allein von chinesischen Technikern entwickelt worden und zu 100 Prozent original sei. Die schwierige Technologie zur Wiederaufbereitung verfolgen bislang nur Frankreich, Großbritannien, Russland und Japan. Um den schnell steigenden Stromverbrauch der rasant wachsenden chinesischen Wirtschaft abzudecken, soll die Atomkraft massiv ausgebaut werden. In Anbetracht dieses ehrgeizigen Atomkraftprogramms ist China besorgt über seine Brennstoffversorgung.

Massiver Ausbau geplant



Nach 24 Jahren, die durch versuche und Rückschläge geprägt waren, gelang nun endlich der „Durchbruch“. Wang Jian erklärte: "Durch eine Reihe chemischer Prozesse müssen wir abgebrannten Kernbrennstoff während der Erhitzungsphase wieder aufarbeiten, um sowohl den wiederverwertbaren Teil des verbrannten Materials als auch den neu erzeugten Teil zu gewinnen."


China ist bedingt durch seinen Bevölkerungsreichtum der weltgrößte Energiekonsument, aber auch der größte Kohleverbraucher und Klimasünder. China ist Rekordhalter in Sachen Atomkraftwerke: zu den 12 in Betrieb befindlichen Atommeilern kommen 24 derzeit im Bau befindliche hinzu, weitere sind in Planung. Nach Angaben der Unternationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) wurden 2009 reichlich 70.000 Gigawatt produziert. Peking will die Atomstrom-Kapazität bis 2020 verachtfachen und somit sechs Prozent des Bedarfs durch Kernkraft abdecken.

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