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Keine Änderung am Glühbirnenverbot

Brüssel/Berlin – Die Sprecherin des Europäischen Energie-Kommissars Günther Oettinger erklärte am Mittwoch in Brüssel, dass es keinerlei Vorhaben gäbe, die Gesetzgebung für das Glühbirnenverbot zu ändern. Das umstrittene Gesetz von 2009 bleibt also unverändert und sorgt für eine schrittweise Verbannung der Glühlampen vom Markt. Mittlerweile sind sowohl die 100-Watt- also auch die 75-Watt-Birne aus den Läden verschwunden.

Die Sprecherin erklärte weiter, dass sich die Union ehrgeizige Energiesparziele gesetzt habe, die nur durch moderne Leuchten eingehalten werden können. Auf diese Weise könnten in Europa 20 Kraftwerke eingespart werden. Zuvor waren Forderungen von einigen EU-Parlamentariern laut geworden, die Gesetzgebung wegen gesundheitlicher Bedenken bei den neuen Energiesparlampen auszusetzen. „Unsere Wissenschaftler sagen, es gibt kein Risiko“, argumentierte die Kommission deutlich.

Gefahr durch Zerbrechen

Das deutsche Umweltbundsamt kam in einer kürzlich veröffentlichten Studie jedoch zu einem anderen Ergebnis. Beim Zerbrechen einer Energiesparlampe würden viel zu hohe Konzentrationen von giftigem Quecksilber freigesetzt. Bezugnehmend auf diese Studie erklärte der CDU-Europaparlamentarier Herbert Reul der „Welt“: "Ich werde alles tun, um das Glühbirnenverbot in der EU doch noch zu kippen."

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Kritik an dem Glühlampenverbot gegeben. Durch eine mehrheitliche Entschließung könnten die Parlamentarier die Kommission zum Handeln bringen – allerdings ist laut Angaben der Volksvertretung völlig offen, ob es tatsächlich im nächsten Jahr zu einem solchen Schritt kommt.

Hersteller in der Pflicht

Jochen Flasbarth, Präsident des Bundesumweltamtes, betonte hingegen, dass man unbedingt an den Vorgaben der EU festhalten sollte. Vielmehr müssten stattdessen die Hersteller die Bruchsicherheit verbessern und die Energiesparlampen mittelfristig ohne Flüssig-Quecksilber auskommen. Daher lasse sich das Aussetzen des Verbotes nicht durch die Tests stützen, so Flasbarth. Auch ein Sprecher des Umweltministeriums erklärte, dass die Lampen kein größeres Problem darstellten. Wichtig sei vor allem die richtige Entsorgung: nämlich beim Händler oder bei Sammelstellen.

Die Brüsseler Kommission stützt sich derweil auf die Ergebnisse eines eigenen wissenschaftlichen Ausschusses, nach dem für Erwachsene keinerlei Gesundheitsrisiken bestünden. Die Auswirkungen auf Kinder könnten nicht genau bestimmt werden, da zu wenige wissenschaftliche Daten vorlägen. Da an auf Nummer Sicher gehen will, wird der maximal zulässige Quecksilber-Anteil pro Lampe ab Januar 2013 von 5 auf 2,5 Milligramm gesenkt. Die Sprecherin von Oettinger betonte jedoch ausdrücklich, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme und nicht um die Angst vor Gesundheitsrisiken handele. In einem veralteten Thermometer wären bis zu 500 Milligramm Quecksilber enthalten – die Hauptgefahren liegen also an ganz anderen Stellen.

geschrieben am: 24.12.2010