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Falsche Berechnungen beim Kohlekraftwerk Lünen

Der nordrhein-westfälische Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) beschuldigt den Betreiber Trianel in der Debatte um den Bau des Steinkohlekraftwerks in Lünen „Schönrechnerei“ zu betreiben. Wie BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen am Mittwoch erklärte, habe man zum Ablauf der Beteiligungsfrist für eine sechste Teilerrichtungsgenehmigung am Dienstag eine circa 100-seitige Stellungnahme bei der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg vorgelegt.

Hohe Zusatzbelastungen

Der BUND ließ sowohl von eigenen als auch auswärtigen Experten ein Gutachten erstellen, welche belegen, dass Trianel "massive Fehler bei der Berechnung und Beurteilung der für Mensch und Natur schädlichen Kraftwerksemissionen" gemacht hat, so Jansen. Die vom Oberverwaltungsgericht Münster beim Betreiber angemahnte Immissionsprognose sowie die Verträglichkeitsprüfung für die geschützten Fauna-Flora-Habitat-Gebiete würden somit "keineswegs den gesetzlichen Anforderungen" genügen. Außerdem müsse man mit unzulässig hohen Zusatzbelastungen für die Bevölkerung rechnen, fügte der BUND-Chef hinzu.

Jansen empörte sich, dass Trianel falsche Parameter bei der Berechnung zu Grunde gelegt habe, was „hart am Rande der Trickserei“ sei.

Weitere Einwände

Nach Meinung der Umweltschützer sollte die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Genehmigungsbehörde deshalb den Antrag auf eine sechste Teilerrichtungsgenehmigung des Betreibers zurückweisen. Der Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Stöbbeler, erklärte auf Anfrage, dass bis zum Ablauf der Frist 16 Einwände gegen den Bau eingegangen wären. Auf weitere Rückmeldungen aus den betroffenen Kommunen werde derzeit noch gewartet. Erst nach dem Erörterungstermin mit allen Beteiligten könnte dann eine Entscheidung getroffen werden. Laut Stöbbeler ist damit nicht vor dem 14. Februar 2011 zu rechnen.

geschrieben am: 23.12.2010