Grüner Strom ist nicht immer so grün

8.12.2010 | Redaktion:

Wie der WDR mitteilt, kommt der angepriesene „grüne“ Strom nicht immer aus echten, neu geschaffenen Alternativenergien. Unter diesen Anbietern würden sich eigens gegründete Unternehmen, eine Vielzahl von Stadtwerken, ein Kaffeeröster sowie die großen Atom- und Kohlestromkonzerne finden.

Kostenloser Stromvergleich!
oder
Personen auswählen
Verbrauch eingeben
Ihre Postleitzahl
Alle Tarife: Ohne Prüfung werden ihnen alle Tarife angezeigt! Bitte beachten sie, das auch nicht empfehlenswerte Tarife mit versteckten Kosten angezeigt werden können.

-------------------------------------------------------------------------------------

Empfehlenswerte Tarife: Wir haben Tarife und Anbieter geprüft und zeigen ihnen nur an, was wir auch selber wählen würden. Keine versteckten Kosten, keine Fallen, keine Tricks.

-------------------------------------------------------------------------------------

Stiftung Warentest: Die Stiftung Warentest empfiehlt vieles zu beachten, unserer Meinung nach zu streng, den dadurch ist fast keine Ersparnis mehr möglich.
Unsere Garantien:
  • Bonus auch bei Wechsel nach dem 1. Jahr
  • Garantierter bester Preis!
  • Unabhängig & Neutral!
  • Geprüft aufs Kleingedruckte!
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Kostenfreier Wechsel
TÜV Siegel Stromvergleich
Grüner Strom ist nicht immer so grün

Beschämend ist vor allem, dass es noch nicht einmal einheitliche Kriterien gibt, mit denen die regenerativen Quellen geprüft würden, so der Sender. Fast jedes Gütesiegel und jedes TÜV-Zertifikat habe eine andere Definition für Ökostrom. Unabhängige Tests ergaben sogar, dass manche zertifizierten Ökostromtarife schlechter seien als andere ohne Auszeichnung.

Verbrauchertipps



Laut Prof. Wolfgang Irrek von der Ruhr-Uni Bochum sollte man daher skeptisch bleiben. Er erläutert einige Fakten zum Thema:
Hinter den bekannten Zertifikaten verbergen sich viele Umwelt- oder Verbraucherschützer, die auf dem Ökostrommarkt mitmischen wollen. So steht hinter dem „o.k. Power“-Label der Umweltverband WWF und die Verbraucherzentrale NRW, verrät Irrek. Das „Grüner Strom-Label“ gehört zum Naturschutzbund (NABU), dem BUND, dem Verbraucherschutzring (DNR) und der Verbraucherinitiative. Greenpeace vertreibt sogar eigenen Ökostrom.

Irrek rät auch zu hinterfragen, ob der Anbieter von Unternehmen, die bisher eine nachhaltige Energiewirtschaft verhindert haben, unabhängig ist. Als Beispiel wäre hier E.ON zu nennen. Der konventionell arbeitende Konzern bietet selbst auch Ökostromtarife an.
Weiterhin sollte sich der Verbraucher fragen, ob die Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom tatsächlich neu entstanden sind. Oder handelt es sich womöglich um Strom aus den selben, zum Beispiel, Wasserkraftanlagen, die bisher für den Mix mit Atom- und Kohlestrom produziert haben? So könne es sein, dass dieser Strom einfach umetikettiert würde. Wichtig wäre, dass der Strom in zusätzlich entstandenen Anlagen, speziell für die Nachfrage nach Ökostrom, produziert werde.

Zertifikate wenig hilfreich


Daraus ergibt sich auch die letzte wichtige Frage. Verwenden die Unternehmen die Erlöse zum Bau neuer Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms? Einen interessanten Test hat dazu das Verbrauchermagazin Ökotest durchgeführt. Heraus kam dabei, dass die Ökostrom-Zertifikate des TÜV Nord nur „wenig hilfreich“ sind, da sie offen lassen in welche Anlagen die Erlöse fließen. Der Druck zur Schaffung neuer Anlagen sei nur sehr gering, daher könne auch das „o.k. Power“-Label nur „eingeschränkt“ empfohlen werden. Laut Ökotest könne man einzig dem „Grüner Strom-Label“ in Gold „weitgehend vertrauen“.

§ Zitieren der News mit Verlinkung ausdrücklich gestattet!