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Strom mit Bedacht nutzen

Obwohl die Elektrizität aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sei, unterschätzten viele die damit verbundenen Risiken. "Wir können Strom nicht sehen, hören oder riechen - und wenn wir ihn fühlen, kann es schon zu spät sein", warnt Susanne Woelk von der Aktion „Das sichere haus“ in Hamburg. Das größte Gefahrenpotenzial bilden Strom in Kombination mit Wasser, beschädigte Stromkabel und wenn Kinder im Spiel sind.

"Wasser und Strom dürfen nicht miteinander in Verbindung kommen“, betont Woelk. Das bedeutet, dass keiner Duschen kann, wenn sich daneben jemand die Haare fönt – auch wenn es am Morgen alle eilig haben. Auch beim Tapezieren ist Vorsicht geboten: die Steckdosen sollten abgedichtet und die Sicherung herausgenommen werden. Sonst könne beim Kontakt der bloßliegenden Kabel mit dem Kleister Strom fließen, so Woelk. Im Extremfall könne dann sogar die ganze Wand unter Strom stehen.

Vor allem bei Billigprodukten bestehe ein Risiko durch beschädigte Kabel. Nur wenn man sich sicher ist, dass man für wenig Geld auch sichere Ware bekommt, sollte man den Kauf tätigen. Die billigen Lichterketten, die überall angeboten werden, haben meist nur dünne Kabel, die leicht brechen und dann oft durch die ebenfalls dünne Isolierung ragen. Bei der Wahl von qualitativ hochwertigen Produkten helfen Prüfsigel wie etwa das GS-Zeichen, erklärt Woelk.

Trafo bietet Zusatzschutz

LED-Lichterketten bieten in diesem Zusammenhang gleich mehrere Vorteile, betont Ralf Diekmann vom TÜV Rheinland. Sie verbrauchen nur wenig Strom und produzieren dadurch euch weniger Abwärme. Damit ist die Gefahr, dass Dekomaterial in Brand gerät, viel geringer. Auch kann man sich an den Lämpchen nicht so leicht verbrennen. Der höhere Preis amortisiert sich durch den geringen Verbrauch zudem sehr schnell. Familien legt der Experte eine Lichterkette mit Trafo ans herz. Dieser reduziert die Spannung in der Kette auf 12 oder 24 Volt. So sind die Folgen nicht so schwerwiegend oder gar tödlich, falls doch einmal etwas passiert.

Natürlich sollten dann auch alle Steckdosen mit einer speziellen Sicherung versehen oder durch Kinderschutzsteckdosen ersetzt werden. Woelk rät außerdem alle elektrischen Geräte außer reichweite für Kinder zu bringen. Einen zusätzlichen Schutz biete ein so genannter Fehlerstrom-Schutzschalter – nicht nur in Haushalten mit Kindern. In Neubauten ist dieser für Bäder und Außenbereiche bereits vorgeschrieben. Aber auch für alle anderen Bereiche könne er problemlos nachgerüstet werden, ebenso wie in älteren Häusern.

Alte Technik prüfen lassen

Vor allem in älteren Häusern sollte man einen Elektriker die Installationen auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen lassen. Er ermittelt auch, ob sie den gestiegenen Elektrogeräten noch gerecht werden. Eine Überlastung könne schnell zum Brand führen, so die Sicherheitsexpertin. Man solle außerdem nie Waschmaschine, Trockner und Kühlschrank eine Mehrfachsteckdose hängen. Allgemein ist bei diesen Dosen Vorsicht geboten.

Kommt es doch zu einem Vorfall, sollte der Helfer zu erst auf seine eigene Sicherheit achten, mahnt Stefan Markus, Referatsleiter Erste Hilfe im Generalsekretariat des Malteser Hilfsdienstes in Köln. Zuerst muss der Stromkreis durch herausziehen des Steckers oder der Sicherung unterbrochen werden. Wenn dies nicht möglich ist sollte man versuchen den Betroffenen mit Hilfe eines Plastikstabs, einer dicken Zeitung oder einem Stück Holz von der Stromquelle zu trennen. Die Hilfsmittel müssen aber unbedingt trocken sein. Danach muss ein Notruf abgesetzt werden. Strom kann sogar Stunden später noch Herzrhythmusstörungen verursachen, weiß Markus.

geschrieben am: 30.11.2010