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Comeback der Glühlampe: der Heatball

Niederzier – Weil sich Siegfried Rotthäuser über das Glühlampen-Verbot der EU ärgert, erfindet er kurzerhand den „Heatball“. Wie Rotthäuser zugibt, handelt es sich um eine ganz normale Glühbirne – allerdings zur Wärmeerzeugung. Der Ingenieur nennt das „Aktionskunst“. Er deklariert die Glühbirne als Miniheizung und verhilft ihr somit zum Comeback.

Rotthäuser nennt sein Projekt „Aktionskunst“ und protestiert mit dem „Heatball“ gegen den Bürokratismus der EU. "Wie kann man nur ernsthaft glauben, dass wir durch den Einsatz von Energiesparlampen das Weltklima retten, und gleichzeitig zulassen, dass die Regenwälder über Jahrzehnte vergeblich auf Schutz hoffen", schimpft er.

Ansichtssache

Je nachdem wie man es betrachtet. Genau wie bei der Glühbirne – pardon dem „Heatball“. Sie erzeugte bislang zu 95 Prozent Wärme und nebenbei ein wenig Licht. Zu seiner Ansicht kann er natürlich niemanden zwingen: „Wenn Leute den Zweck entfremden, weil sie meinen, das sieht aus wie eine Glühlampe und es ist ein schöneres Licht - es gibt auch Menschen, die ziehen Socken über die Schuhe, damit sie im Winter nicht ausrutschen."

Zusammen mit seinem Schwager brachte Rotthäuser in einer „ersten Edition“ 4.000 „Heatballs“ an den Mann. Laut Verpackung ist das Produkt ausdrücklich zum Heizen gedacht. Dafür hat er jede Menge Bescheinigungen – sein Anwalt hatte dagegen jede Menge papierkram zu erledigen. Die Birnen wurden in China produziert und hier für 1,69 Euro das Stück verkauft. Dreißig Cent gehen an ein Regenwaldprojekt. In Null-Komma-Nichts waren die „Heatballs“ weg. Daher ist für November schon eine zweite Edition geplant.

Reges Feedback

Natürlich gibt es auch eine Homepage. Rotthäuser selbst sieht hier den Hotspot der Widerstandsbewegung gegen das Glühlampen-Verbot der EU. In Mails von Hausmeistern liest er, dass die Schüler vermehrt unter Kopfschmerzen leiden, seit Energiesparlampen benutzt werden. Andere schreiben, dass ihnen die Wärmeleistung der Glühbirnen fehle und sie nachheizen müssten.

Rotthäuser verweist auf Studien und sagt, dass viele die Heizung weiter aufdrehen würden, weil der erhöhte Blauanteil im Licht ihnen kältere Temperaturen suggeriere. Zudem ließen die Menschen die Lampen länger brennen, weil es ja so schön billig sei. Das sind alles Punkte, die bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit nicht berücksichtigt worden sind."

geschrieben am: 19.11.2010