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Das alte Problem mit dem Ausbau von Netzen

Die Frage, ob bessere Stromnetze für die Umstellung auf Öko-Energie nötig sind, steht nicht mehr in den Raum. Sie sind nötig. Vor allem im Norden der Republik, wo es hohe Windkraftkapazitäten gibt. Die Frage ist nun nur noch, welche Art von Realisierung hierzu die wirtschaftlichste ist. Dazu brachte die Deutsche Energie Agentur (Dena) eine 600-seitige Studie heraus, die zeigt, wie Ökoenergie ins Hochspannungsnetz fließen kann.

Die Basisvariante

Die Ökoenergie boomt. Es gibt immer mehr Strom aus, Wasser- und Windkraft, aus Solar und Biomasse. Der Strom muss aber auch irgendwo hin, am besten zum Verbraucher. Doch wie viele Kilometer neues Netz brauchen wir? Und warum eigentlich neue Netze? Es sind doch schon welche da, kann man diese nicht verstärken? All diese Fragen beantwortet der Bericht der Dena, der zumindest die Kilometerzahl der neuen Netze geringer veranschlagt, als bisher prognostiziert wurde.

Aus der „Netzstudie 2“ geht hervor, dass statt 3500 Kilometer auch 1500 Kilometer ausreichen würden, wenn das vorhandene Netz ertüchtigt wird. Eine andere Möglichkeit wäre auch eine komplette Verlegung unter der Erde, was die Kosten aber in die Höhe treiben würde. Laut der Netzstudie der Dena wird der Anteil an erneuerbaren Energien bis 2050 gerade einmal bei 35 Prozent liegen, was nicht mal annähernd das Ziel der Bundesregierung erreicht. Doch selbst dafür muss es bis 2015 3600 Kilometer Stromautobahn geben, zumindest wenn die preiswerte Variante – sechs Milliarden Euro – beim Zubau von 380-Kilovolt-Leitungen genutzt wird. Das würde die Höchstspannungsnetze um rund zehn Prozent verlängern.

Alternativen

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, von denen die Agentur zwei berechnete. Zum Einen wäre dies die Aufrüstung der Stromtrassen mit Hochtemperatur-Seilen, was die Kapazität in etwa verdoppeln würde. Es wären dann nur noch 1500 Kilometer Leitungen neu zu bauen, die Investitionskosten betragen aber rund 13 Milliarden Euro, also doppelt so viel wie die Basisvariante. Allgemein ist der Bau von neuen Leitungen aber konfliktreich, da sich Bürger dagegen zur Wehr setzen, wie etwa im Thüringer Wald. Von den nach der ersten Studie im Jahr 2005 veranschlagten 850 Kilometern Neunetz konnten gerade mal 100 Kilometer gebaut werden. Bundesregierung und Europäische Union fordern einfach eine Beschleunigung. So mussten auch bürgerfreundliche Alternativen gesucht werden, wie unterirdische Leitungen. Netzbetreiber haben vereinzelt bereits Erfahrung mit den gasisolierten Netzen, die Flächendeckend aber ungefähr 55 Milliarden Euro kosten würde, also das Neunfache der Basisvariante.

geschrieben am: 15.11.2010