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Krümmel soll 2011 wieder angefahren werden

Geesthacht – Nach mehr als drei Jahren fast ständigem Stillstand, soll der „Pannenreaktor“ Krümmel Anfang 2011 wieder ans Netz gehen. Vattenfall fühlt sich bestärkt durch die gerade beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. Doch ist auch Vorsicht geboten, gerade jetzt, da die Anti-Atom-Bewegung neuen Aufwind bekommt und Tausende gegen ein mögliches Endlager in Gorleben auf die Straße gehen.

Dank einer umfangreichen Pannenserie wird das Atomkraftwerk Krümmel von Gegnern als „Schrottmeiler“ bezeichnet. Ein brennender Transformator 2007, ein defektes Brennelement und ein Kurzschluss in einem Trafo nach dem letzten Wiederanfahren 2009 stehen ebenso zu Buche, wie 19 Castor-Behälter, die in einem Zwischenlager lagern. Noch hat die Kieler Atomaufsicht nicht über eine Prüfung auf Zuverlässigkeit des Betreibers entschieden.

Vattenfall investiert 390 Millionen Euro

Vattenfall, die sich den Meiler mit E.on teilen, hat bis August 2010 bereits 390 Millionen Euro in den Reaktor investiert. Dabei wurden 33 Trafos ausgetauscht, Brennelemente wurden nachgerüstet und Rohre mit Spezialfiltern ausgestattet. Auf der internationalen Skala für Vorfälle seien die Pannen allesamt „Null-Ereignisse“ gewesen und mit den Schnellabschaltungen habe der Reaktor genau das getan, was er solle, sagte Joachim Kedziora. Nun soll Krümmel 14 weitere Jahre laufen, bis 2033 also – wenn er denn läuft.

Vattenfall will den Antrag auf Wiederanfahren Ende des Jahres oder Anfang 2011 stellen. Falls der Start nicht reibungslos klappen würde, könne es unter Umständen zu einer Schnellabschaltung kommen, dies sei aber nicht dramatisch beschwichtigte Kedziora die Öffentlichkeit.

Die Störfälle

Seit Mitte 2007 hat das Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht, Schleswig-Holstein, nur zwei Wochen lang Strom produziert. Zur Abschaltung führte im Juni 2007 ein Brand in einer Trafostation auf dem Gelände des Kraftwerks. Nach Angaben der Kieler Atomaufsicht verursachte der Brand mehr Störungen als zunächst angenommen, denn auch ein Reaktorgebäude war betroffen. Trotzdem sei die Sicherheit der Anlage stets gewährleistet gewesen.

Erst zwei Jahre später ging Krümmel wieder ans Netz. Jedoch kam es nach einem Ausfall eines Eigenbedarfstransformators automatisch zu einer Schnellabschaltung. Schon wenige Tage später schaltete sich der Reaktor nach einem Kurzschluss in einem Trafo wieder ab. Grund dafür war wohl, dass eine Messeinrichtung des Trafos vor dem Wiederanfahren nicht installiert worden sei. Zudem war ein Brennelement defekt. Auch während des Stillstands vermeldete Vattenfall immer wieder technische Probleme und Kommunikationspannen des Betreibers.

geschrieben am: 02.11.2010