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Solarlampen für Indien

In Kantapada in Indien scheint die Sonne den ganzen Tag über so heiß, wie sonst nirgendwo im Land. Doch die Energie wird nicht genutzt. Und so sind Petroleumlampen nachts oft die einzige Lichtquelle. Eine deutsche Hilfsorganisation kommt deshalb jetzt mit Solarlampen in das Dorf, die das ändern sollen.

Mit Solarstrom zu mehr Lebensqualität

Die Petroleumlampen, die ein Großteil der Menschen in der Region nutzen, sind nicht nur teuer. Sie sind auch nicht gerade umweltfreundlich. Und hinzu kommt noch das Sicherheitsrisiko, was Georg Amshoff von der Bonner Hilfsorganisation „Green Energy against Poverty“ noch näher erklärt: „Es gibt hunderte von Fällen, in denen Menschen sich an der offenen Flamme verbrennen. Außerdem reizt das Licht die Augen und lockt Moskitos an“. Die Organisation will deshalb nun verhindern, dass die Menschen ihre Hütten mit diesen Lampen beleuchten müssen und rückten mit Solarlampen ein. Auch andere indische Hilfsorganisationen beteiligten sich an Projekt der modernen Energie. „So wollen wir die Menschen zu mehr Licht und damit zu einer besseren Lebensqualität verhelfen.“ Deutsche Spenden ermöglichten die Entwicklung und Verbreitung einer Lampe, die für die Region zugeschnitten ist. „Sie ist so klein und leicht, dass die Menschen sie ganz einfach in der Hand tragen können“, erklärt Jayant Sarnaik von der indischen Partnerorganisation „Applied Environmental Research Foundation“. Vor allem ist es aber die Technik, die die Menschen begeistert. Denn diese könnte einfacher nicht sein.

Frisch vom Kiosk kommt der Strom

Die Sonne scheint überall hin. Das ist auch einer der Gründe, warum sich die Solarlampen besonders für Regionen eignen, die weit von größeren Städten entfernt sind. Der Strom aus den Solarlampen kommt aber aus Solarzellen, die für die Menschen zu teuer sind. Doch dafür wurde eine Lösung gefunden. Die Lampen an sich haben nämlich keine Solarzellen. Nein, die Zellen werden in einer zentralen Ladestation im Ort aufgeladen. Der Ort, an den die Leute ihre Lampen dann morgens hin und abends wieder wegbringen, nennt sich dann Energiekiosk. Frisch aufgeladen und gewartet hält eine Solarlampe dann bis zu 300 Stunden, wofür die Menschen dann 30 Cent im Monat zahlen. Soviel müssen sie noch aufbringen, damit auch der Techniker von etwas leben kann. Und auch für den Austausch der Geräte in ein paar Jahren wird mit diesem Geld gespart. Doch trotz dieses Preises schlägt die Solarlampe die Petroleumlampe in allen Punkten. Denn für die unsichere Alternative zahlen die Leute in Indien etwa 1,60 im Monat. „Die Solarlampe kostet dagegen umgerechnet nur etwa einen Cent pro Tag“. Ein willkommener Nebeneffekt ist außerdem der Klimaschutz.

All diese Kriterien überzeugten die Inder, so dass es inzwischen schon vier Energiekioske im Land stehen. Und jeder dieser Kioske versorgt etwa 100 Familien mit Licht.

geschrieben am: 25.10.2010