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Windenergie: Instandhaltung hat großes Potenzial

In Deutschland werden derzeit 21.300 Windkraftanlagen betrieben und decken damit etwa 6,6 Prozent des gesamten Strombedarfs ab. Somit liegt die Windenergie vor der Solarenergie mit 1 Prozent und der Energie aus Wasserkraft bzw. Biomasse mit je 3 Prozent. Der weitere Ausbau der Windkraftanlagen an Land (Onshore) wird bis zum Jahr 2020 eine Gesamtleistung von 825 Gigawatt erreichen und vervierfacht so die bisherige Leistung von 192 Gigawatt.

Servicegeschäft wächst schneller

Die Unternehmensberatung Oliver Wyman veröffentlichte eine Studie, die diese Zahlen belegt und gleichzeitig darauf aufmerksam macht, dass das Service- und Instandhaltungsgeschäft der bestehenden Windkraftanlagen von den Anlagenbauern und anderen Hersteller vernachlässigt wird. Betrachtet man das Wachstum der Branche so wird deutlich, dass der Service- und Instandhaltungszweig am schnellsten zulegen wird. Wie Henning Thormählen (Wyman) erklärte, ist „das Gros der Hersteller noch nicht ausreichend vorbereitet“.

Derzeit werden europaweit etwa 3 Milliarden Euro pro Jahr in Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten investiert, im Jahr 2020 werden es gut 8 Milliarden Euro sein, so die Prognose der Experten. „Der Service wird zur Profitmaschine der Windindustrie“, betonte Thormählen.

In der Studie heißt es, „Der aktuelle Offshore-Hype entzieht dem Onshore-Geschäft die Aufmerksamkeit, obwohl dieses in den nächsten zehn Jahren wesentlich größer ist, die Produkte ausgereifter und die Anlagen deutlich wirtschaftlicher sind“.

geschrieben am: 22.09.2009