Endlager für Atommüll gesucht

15.9.2010 | Redaktion:

Die Bundesregierung ist händeringend auf der Suche nach einem geeigneten Endlager für hoch radioaktiven Abfall, der vorwiegend von den Atomkraftwerken verursacht wird. Bislang ist weltweit kein Atommüllendlager errichtet worden. Warum dies so ist, erklärt Volkmar Bräuer (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffen) wie folgt, „Es war klar, dass der Atommüll erst einmal 30, 40 Jahre zwischengelagert werden muss, damit er so stark abkühlt, um endgelagert werden zu können.“ Desweiteren sei die Problematik von der Politik nicht ernst genommen worden.

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Endlager für Atommüll gesucht

Salzbergwerke eignen sich gut zur Endlagerung



Am 15. Dezember 1976 wurde in einer Notiz vermerkt, dass Gorleben aus geologischer Sicht der beste Standort für ein Endlager sei, dies gab Detlev Möller (Historiker) an. Für das niedersächsische Wirtschaftministerium galt Gorleben als am leichtesten innenpolitisch durchsetzbar. Zur damaligen Zeit war das Gebiet im Zonenrandgebiet zur DDR und war nur dünn besiedelt und landwirtschaftlich stark geprägt. Im Laufe der Zeit bildeten sich in dieser Region die größten und stärksten Widerstandsgruppen gegen Atomkraft. Diese Entwicklung macht die Suche nach einem Endlager nicht einfacher.

Nach Einschätzungen von Volkmar Bräuer ist das Salz im Salzstock Gorleben in einem guten Zustand und hat seine Beständigkeit über 250 Millionen Jahre bewiesen und sogar Eiszeiten überstanden. Durch seine Beständigkeit ist Salz sehr vorteilhaft für die Endlagerung von hoch radioaktiven Abfällen.


Kritik an Erkundungen in Gorleben



Ab 01. Oktober dieses Jahres sollen die Erkundungsarbeiten im ehemaligen Salzbergwerk Gorleben wieder aufgenommen werden, nachdem diese vor gut 10 Jahren von der damaligen Bundesregierung gestoppt worden waren. Auch von Enteignungen ist wieder die Rede. Johannes Teyssen (Vorstandsvorsitzender E.ON) erklärte dazu, man dürfe sich nicht „vom Egoismus eines einzelnen Grundeigentümers abhängig machen“.

Atomkraftgegner haben den Eindruck, dass Gorleben als Endlager durchgedrückt werden soll, auch wenn eine Eignung nicht nachgewiesen werden kann. Die Energiekonzerne haben bereits 1,5 Milliarden Euro in die Suche nach einem Endlager investiert und wollen recht bald Ergebnisse sehen. „Nach den bisherigen Erkenntnissen spricht viel dafür, dass Gorleben geeignet sein wird“, beharrt Teyssen.

In den südlichen Bundesländern, in denen die meisten Atomkraftwerke betrieben werden, wurden bislang kaum Erkundungsarbeiten für geeignete Endlager durchgeführt.
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