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Atommüll: Enteignung für Endlager angedacht

In Deutschland ist man auf der Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager, doch bislang sind keine endgültigen Ergebnisse zu vermelden. Um den zuständigen Behörden die bürokratischen Wege zu erleichtern, will die schwarz-gelbe Bundesregierung die Enteignung ermöglichen. Immobilienbesitzer müssten dann ihre Immobilie zwangsweise abgeben, um diese für Erkundungsarbeiten bzw. als Endlager für radioaktiven Abfall nutzbar zu machen.

Bürokratische Entscheidungen beschleunigen

Hintergrund für die geplante Erlaubnis zur Enteignung ist das geplante Atommüll-Endlager Gorleben. Presseangaben zufolge sollen die Erkundungsarbeiten dort ab 01. Oktober 2010 weitergehen und vorangetrieben werden.

Im Jahr 2000 stellte die damalige rot-grüne Regierung die Erkundungsarbeiten ein, da der Atomausstieg beschlossen wurde. Bereits 1977 gab Ernst Albrecht (damaliger Ministerpräsident) bekannt, dass Gorleben als Endlager in Frage käme. Ein oberirdisches Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall wurde 1982 errichtet und 1986 begannen Erkundungsarbeiten in 2 Schächten des ehemaligen Salzbergwerkes.

Eignung Gorlebens noch nicht sicher

Bereits jetzt scheint für einige Experten und Politiker die Eignung des ehemaligen Salzbergwerkes Gorleben zur Endlagerung von Atommüll sicher zu sein. Doch Björn Thümler (CDU, Landtagsfraktion Niedersachsen) fordert eine „ergebnisoffene“ Erkundung des Salzbergwerkes, speziell von den süddeutschen Bundesländern. „Deswegen wären wir auch froh, wenn man in Süddeutschland nicht so tun würde, als ob alles schon geklärt sei“. Im Falle einer Eignung Gorlebens als Endlager-Standort, erwarte man die Unterstützung des Bundes, da das Bundesland die entstehenden Kosten nicht allein tragen könne.

geschrieben am: 13.09.2010