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Atomenergie: Laufzeitverlängerung beschlossen

Nun endlich haben die monatelangen Debatten ein Ende und die Bundesregierung hat vom Sonntag eine verbindliche Regelung für die Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Atomkraftwerke gefunden. Nach 12-stündigen Verhandlungen einigten sich die teilnehmenden Politiker auf eine Staffelung der verlängerten AKW-Laufzeiten. Sowohl Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) als auch Rainer Brüderle (Bundeswirtschaftsminister) sind mit der derzeitigen Lösung durchaus zufrieden.

Staffelung der verlängerten Laufzeiten

im Jahr 2001 wurde von der damaligen Bundesregierung vereinbart, dass die Atomkraftwerke nur 32 Jahre lang Strom produzieren dürfen und ab 2025 keine Atomenergie mehr in Deutschland erzeugt werden soll. Am gestrigen Sonntag wurde der Atomausstieg gekippt und durch die verlängerten Laufzeiten wird der letzte Atomreaktor in Deutschland etwa im Jahr 2040 von Netz genommen.

Für Atomkraftwerke, die vor dem Jahr 1980 gebaut wurden, gilt eine Laufzeitverlängerung von 8 Jahren und alle Atomkraftwerke, die nach 1980 entstandenen Atomkraftwerke dürfen 14 Jahre länger Atom-Strom produzieren.

Kritik von Umweltverbänden und Opposition

„Jetzt ist die Katze aus dem Sack, und die schwarz-gelbe Regierung zeigt, wie rückschrittlich sie in Energiefragen ist“, hieß es vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

Olaf Tschimpke (Präsident Naturschutzbund) zeigte sich verstimmt und sagte, „Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein und zieht den Ausstieg aus dem Atomausstieg durch, ohne sich um wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung der Bevölkerung zu scheren“.

Jürgen Trittin (Die Grünen) erklärte, dass es wahrscheinlich sei, dass die letzten Atomkraftwerke erst im Jahr 2050 abgeschaltet werden und begründete es wie folgt, „"Von den alten Atomkraftwerken könnten die Betreiberfirmen Strommengen auf neuere Anlagen übertragen. Einzelne Meiler dürften dann noch mehrere Jahrzehnte Strom produzieren“ er fügte hinzu, „Auch unsere Kinder und Enkel hätten dann noch mit dieser gefährlichen Technologie zu tun“.

Gesine Lötzsch (Linke) wirft der Bundesregierung vor, „Dem Deal fehlt jede soziale Komponente. Noch nicht einmal eine gesetzliche Verpflichtung zu Stromsozialtarifen konnte Merkel den Konzernbossen als Gegenleistung abringen.“ Weiterhin erklärte sie, „Der schwarz-gelbe Atomdeal trägt die Handschrift der Atomkonzerne. Die Stromlobby hat sich in entscheidenden Fragen durchgesetzt“.

Ob nun das letzte Wort über die Laufzeitverlängerung gesprochen wurde, ist unklar. Die SPD kündigte bereits die Einreichung einer Verfassungsklage an und auch andere Parteien kündigten Widerstand an.

geschrieben am: 06.09.2010