Atomkraftwerke bei Gefahr vernebeln

9.8.2010 | Redaktion:

Wie sollen Atomkraftwerke gegen Terroranschläge mit Flugzeugen geschützt werden? Diese Frage wird seit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York immer häufiger gestellt. Eine Antwort darauf ist die Vernebelung der Atomkraftwerke mit Hilfe einer Blitzvernebelungsmaschine. Neben den Atomkraftwerken Grohnde und Biblis wird nun auch das Atomkraftwerk Philippsburg mit einer solchen Anlage ausgestattet.

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Atomkraftwerke bei Gefahr vernebeln


Schutz unter Geheimhaltung



Ziel einer Blitzvernebelung ist es, den Piloten eines Terrorflugzeuges an einer genauen Ansteuerung des Reaktorgebäudes zu hindern. Sowohl der Betreiber der Atomkraftwerke Philippsburg und Neckarwestheim, EnBW (Energie Baden-Württemberg) als auch das Umweltministerium Baden-Württembergs legen größten Wert auf Geheimhaltung und wollen sich weder zu Funktionsweise der Anlage noch zu Details zu Fertigstellung und weiteren Plänen äußern. Lediglich das Umweltministerium ließ verlauten, dass sich die Blitzvernebelungsanlage in der Bauphase befindet. Auch der Reaktor in Neckarwestheim soll durch diese Technik geschützt werden, eine entsprechende Antragstellung liegt den zuständigen Behörden bereits vor. Doch die Entscheidung zum Antrag kann sich mehrere Jahre hinziehen.


Wie hoch ist die Gefahr wirklich?



Wie hoch die Gefahr tatsächlich ist, dass ein Atomkraftwerk zum Ziel eines Terroranschlages wird, darüber entstehen immer wieder Diskussionen. Bund und Länder nehmen die Gefahr sehr ernst und sind bestrebt, den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Dagegen sieht Ralf Tophoven (Institut für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik) die Situation nicht ganz so dramatisch. „Ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass Terroristen versuchen werden, ein Flugzeug gezielt auf ein Atomkraftwerk in Deutschland abstürzen zu lassen“, sagte er und fügt hinzu, „Es ist zudem einfacher, eine Verkehrsmaschine zu entführen und dann zum Absturz zu bringen wie am 11. September 2001 in New York.“

Franz Untersteller (Die Grünen) äußerte sich kritisch und spottete „Da wird mit Nebelkerzen geworfen“. „Es gibt GPS und moderne Kommunikationsmittel. Mit deren Hilfe findet man auch den Weg durch den Nebel“ erklärte er und meinte, dass sich ein großes Verkehrsflugzeug vom Nebel nicht aufhalten lasse.

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