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Stromversorgung: Konflikte zu erwarten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) befürchtet einen Fundamentalkonflikt zwischen den erneuerbaren Energie und der bisherige Stromerzeugung durch Atomkraft sowie Kohle und Gas. Rainer Baake (Bundesgeschäftsführer der DUH) sagte, „Wer einerseits den Eintritt in das regenerative Zeitalter propagiert und andererseits auf verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke setzt, treibt diese Gesellschaft in einen neuen Fundamentalkonflikt.“

Erneuerbare Energie auf dem besten Wege

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) fordert, dass die Leistung von Grundlastkraftwerken zurückgefahren werden solle. Berechnungen des IWES zufolge sei Ökostrom bereits 2020 in der Lage, an einigen Tagen den Strombedarf der Bundesrepublik zu decken. Carsten Pape (IWES) sagte, „Gerade an Wochenenden könnte es sogar zu Stromüberschüssen nur durch erneuerbare Energien kommen.“

Rainer Baake sagte, „Es geht bei der künftigen Stromversorgung nicht um ein Sowohl-als-Auch, sondern deutlich früher als die meisten Experten angenommen haben, um ein glasklares Entweder-Oder“ und bezieht sich damit auf den gleichzeitigen Ausbau der erneuerbaren Energie und die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Ein Co-Existenz der unterschiedlichen Energieerzeugungen gibt es seiner Ansicht nach nicht und dies sei ein „interessegeleitetes Märchen“. Es sei unmöglich die Atom- bzw. Kohlekraftwerke nach Belieben herunter regeln zu können, wenn ein Energieüberschuss droht.

Um die natürlichen Schwankungen der Wind- und Sonnenenergie auszugleichen schlägt Baake die Nutzung von Gaskraftwerken vor. Diese Arbeiten effizient und sehr flexibel. Sowohl Atomkraftwerke als auch Kohlekraftwerke seien für die Stromversorgung nicht mehr notwendig.

geschrieben am: 06.08.2010