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Solarstrom: sauberer Strom aus der Wüste

Der weltweite Energieverbrauch eines ganzen Jahres wird vielleicht bald aus Sonnenschein innerhalb von sechs Stunden in den Wüsten der Erde produziert werden können. Max Schön, Präsident des deutschen Club of Rome, wirbt für das umweltfreundliche Projekt.

Strom für Europa aus Afrika

Die Staaten des Nahen Ostens sowie Nordafrika erzeugen mit Hilfe von solarthermischen Kraftwerken und riesigen Windparks grünen Strom. Damit versorgen sie sich selbst und können ab 2020 über Hochspannungsleitungen auch nach Europa Ökostrom exportieren. Betrachtet man die sich immer weiter erwärmende Erde, dessen Grundlage in den Massen an Atomkraftwerken und Kernkraftwerken liegt, sind Co2-neutrale Energieerzeugungsanlagen nötig um das Schlimmste noch abzuwenden. Die Wüstensonne ist hier unverzichtbares Mittel.

Der Clube of Rome, der Hamburger Klimaschutz Fonfs und das Jordanische Nationale Energieforschungszentrum entwickelten die Vision zu einem Energiekonzept mit dem Namen Desertec. Seit 2003 jetten die Initiatoren von Konferenz zu Konferenz um für ihr Projekt bei Politikern, Verbrauchern und Industrie zu werben. Nur 0,3 Prozent der Wüstenfläche in der MENA Region (Mittlerer Osten und Nord Afrika) wird für den Bau von Solaranlagen benötigt um bis 2050 den dortigen Strombedarf komplett zu decken. Der Transport der Solarenergie von Nordafrika bis Nordeuropa wird über Hochspannungsleitungen ablaufen, und könnte dann den europäischen Strombedarf zwischen zehn und 25 Prozent abdecken. Der Verlust bei dem Transport würde wahrscheinlich höchstens bei 15 Prozent liegen.

Strom und Energie auch in der Nacht

Auch wie Kohle- und Atomkraftwerke können die solarthermischen Kraftwerke nachts Strom produzieren, auch wenn die Sonne gar nicht mehr scheint. Die Solaranlagen bündeln die Sonnenstrahlen durch Spiegel und erhitzen somit eine Flüssigkeit, mit welcher die Turbinen angetrieben werden. Überschüssige Wärme wird in flüssigem Salz gespeichert, welches nach Sonnenuntergang die Turbinen weiter antreibt und dadurch einen 24-Stunden Betrieb ermöglicht. Doch bis jetzt fehlt es dem Projekt weites gehend an internationalen Einspeisegesetzen, politischen Absprachen und natürlich der notwendigen Finanzierung. Bis 2050 sind ungefähr 400 Milliarden Euro nötig.

geschrieben am: 06.01.2010