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Höhere Energiepreise beschlossene Sache

So wie viele andere Verbraucher auch, müssen die Kunden des fünftgrößten deutschen Energieversorgers EWE ab Januar 2010 deutlich mehr für ihren Strom bezahlen- im Schnitt 14 Prozent! Auch Vattenfall und EnBW ziehen ihre Preise deutlich an, und viele Grundversorger wollen diesem Beispiel folgen. Schuld sind nach Angaben der Konzerne die erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energieprojekte haben ihren Preis, und auch die Anbieter zahlen viel für ihren Strom

EWE-Vertriebsleiter Christian Haferkamp erklärt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien unumgänglich sei um die gesteckten Klimaziele zu erreichen, aber dieser Ausbau sei eben auch teuer. Demnach sind an die Erzeuger von Wind- und Solarenergie feste Preise für den ins Netz eingespeisten Ökostrom zu zahlen, und die liegen meist über den Preisen für fossilen Strom oder die Energie aus einem Atomkraftwerk. Der Oldenburger EWE-Konzern hat zudem aber auch unvorteilhaft Energie eingekauft, denn der Strom, den der Anbieter ab nächstes Jahr an seine Privatkunden verkauft, wurde laut Haferkamp bereits im Jahr 2008 zu teilweise überhöhten Handelspreisen erworben.

Die Tochtergesellschaft EWE Netz GmbH hat ihre Preise dieses Jahr um sieben Prozent erhöht und für 2010 weitere 4 bis sechs Prozent Preissteigerungen angekündigt. Im Gegensatz dazu sollen die Kunden des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns RWE mit dem Jahreswechsel keine höheren Gebühren zu erwarten haben, die Tarife könnten zu einem späteren Zeitpunkt aber auch hier steigen, denn RWE zahlt viel Geld für die Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie. Es bleibt allerdings unklar, ob der Umfang der Strompreiserhöhungen vollständig oder teilweise mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu rechtfertigen ist.

Die Einspeisung regenerativ erzeugter Energie ins Stromnetz wird staatlich gefördert, und die Umlage der Kosten für diese Energieeinspeisung soll künftig nach einem neuen System geregelt werden. Bisher wurden die Kosten über die Netzentgelte abgerechnet und sollen nun über die Erneuerbare-Energien-Umlage direkt beim Verbraucher eingezogen werden. Zudem will die Bundesnetzagentur auch 2010 die Einnahmen der großen Stromkonzerne kürzen. Die Betreiber der deutschen Höchstspannungsnetze sollen nach Angabe der Behörde nächstes Jahr zwischen zehn und teils sogar mehr als 30 Prozent weniger Erlöse einnehmen können, so die Zeitung “Handelsblatt”. Die Verbraucher werden von der Begrenzung der Netzentgelte jedoch nicht viel mitbekommen, heißt es in der Zeitung weiter.

Besonders stark ist der baden-württembergische Energieanbieter EnBW betroffen, dessen Einnahmen voraussichtlich um deutlich mehr als 30 Prozent sinken, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte. Die E.ON-Tochter Transpower wird etwa 25 Prozent Verlust machen und soll bald an den niederländischen Netzbetreiber Tennet übergehen. Vattenfall wird rund zehn Prozent weniger Einnahmen erzielen, und die RWE-Tochter Amprion will ihre Netzentgelte um 18,5 Prozent senken.

geschrieben am: 21.11.2009