Mehr Flüssiggas für Algier

8.11.2009 | Redaktion:

In Zukunft will Algier seinen Gasbedarf zu 50 Prozent mit Flüssiggas abdecken und damit unabhängiger von europäischen Gaslieferungen werden. Darüber hinaus soll nach dem Vorbild der OPEC ein Gaskartell entstehen. Energieminister Chakib Khelil sagte in einem Interview mit der russischen Zeitung "Expert Magazine", dass man das Flüssiggas zudem weltweit exportieren könne.

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Algerien will ein Gaskartell und mit Russland kooperieren

 
Die europäischen Nationen beziehen derzeit 62 Milliarden Kubikmeter Gas aus Algerien. Die neue Medgaz-Leitung soll bis 2012 Lieferungen von 85 Milliarden Kubikmetern ermöglichen. Einige europäische Länder haben Khelil zufolge aber Entscheidungen getroffen, die es Algier schwer mache, neue Projekte mit Europa einzugehen. Dabei spielte der Energieminister auf die Überlegung Spaniens an, das über Medgaz transportierte Gas zu besteuern.
 
Der Aufbau einer Gas-OPEC sei schwierig, weil sich die Lieferverträge meist über 15 Jahre erstreckten, so Khelil. Algerien verkaufe gerade einmal 15 Prozent seines erzeugten Gases auf dem Tagesmarkt, und man könne die Menge produzierten Gases nicht ändern, wenn es tatsächlich schon verkauft sei. Die Idee eines Gaskartells nehme trotzdem langsam Gestalt an, der Gaspreis müsse aber doppelt so hoch sein wie bisher. Aus diesem Grund hätten Moskau und Algier bereits damit begonnen, ihre Gasstrategie abzustimmen. Khelil bedauerte aber, dass der algerische Energieanbieter Sonatrach in Russland nicht Fuß fassen könne, obwohl der russische Gaslieferant Gazprom das algerische Gasfeld El Assel ausbeuten dürfe.

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