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Gas aus dem Iran: Deutschland durch USA gebremst

Strom- und Gasausfälle sind in Pakistan derzeit an der Tagesordnung, Fabriken stehen die meiste Zeit still, genauso wie die gasbetriebenen Autos. Eine deutsche Firma konstruierte nun eine Gasleitung, die Gas von der iranischen Grenze bis zu der Stadt Nawabshah im Südosten transportieren soll. Doch Medienberichten zufolge läuft das Projekt Gefahr, am Widerstand der USA zu misslingen.

Das Ende des Energiemangels

Schon seit Mitte der neunziger Jahre steht die Gaspipeline auf dem Plan, die Gas in die südöstliche Stadt transportieren und dort auch zur Stromerzeugung genutzt werden soll. Die mehr als 1.600 Kilometer lange und 7 Milliarden Dollar teure Gasleitung muss laut bilateralem Vertrag zwischen beiden Staaten bis Ende 2014 errichtet sein.

Der Bau ist bereits bis auf 250 Kilometer bis zur Grenze vorangekommen, nur in Pakistan gibt es noch keine Pipeline. Auf dem Papier ist sie 775 Kilometer lang, hat einen Durchmesser von über einem Meter, besteht aus 350.000 Tonnen Stahl und kostet rund 1,8 Milliarden Dollar. Bauarbeiten wurden jedoch noch nicht in Angriff genommen. Wird die Pipeline jedoch nicht rechtzeitig fertig, so ist der Iran zu Strafzahlungen verpflichtet.

USA drängt dagegen, Deutschland hilft

Die USA drängen seit Wochen Islamabad, auf den Gasimport aus Iran zu verzichten. Denn wegen dem Verdacht auf den Bau einer Atombombe ist der Iran mit Sanktionen belegt. Pakistan ist als wichtiger Anti-Terror-Partner ist derweil von Finanzhilfen aus Washington abhängig. Nun will die USA Pakistan bestrafen, wenn es an der Iran-Pakistan-Pipeline festhält. Für den Energiemangel werde man „wie in der Vergangenheit“ an der Erschließung anderer Energiequellen arbeiten.

Zwischen diese Fronten geriet nun ausgerechnet ein deutsches Unternehmen: Die Münchner Firma ILF Beratende Ingenieure plante die Leitung auf pakistanischer Seite, im Joint Venture mit einer staatlichen einheimischen Firma. Die Deutschen sollen nun die Ausschreibung für den Bau vorbereiten und anschließend ein Auge auf die Arbeiten haben.

Bei ILF ist man sich der politischen Brisanz des Projektes bewusst, weshalb es beim Unternehmen als rein pakistanisches Vorhaben gilt. Es wird nur der Teil innerhalb Pakistans geplant. Laut Anees ur Rehman, einem deutschen Ingenieur von ILF mit pakistanischen Wurzeln, ist das technisch unproblematische Projekt eine Herzensangelegenheit: „Die Energieknappheit ist für Pakistan eine große Gefahr (…) Viel größer als die Selbstmordanschläge“.

geschrieben am: 26.03.2012