Gas-Diebstahl: Gazprom beschuldigt Ukraine

27.2.2012 | Redaktion:

Zwischen Russland und der Ukraine gibt es erneut Ärger bezüglich der Gaslieferungen nach Europa, wie die russische Zeitung „Kommersant“ am Freitag schrieb. Diesmal geht es um die Zeit während der extremen Kältewelle im Februar. Der russische Energieversorger wirft dem ukrainischen Versorger Naftogas vor, das für Europa bestimmte Gas nicht weitergeleitet zu haben.

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Gas-Diebstahl: Gazprom beschuldigt Ukraine

Ukraine vom Gas abschneiden
 

Gazprom-Chef Alexej Miller eröffnete am Mittwoch bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew, dass die Ukraine  an mehreren Tagen im Februar etwa 40 Millionen Kubikmeter Gas nicht nach Europa weitergepumpt habe.
 

Die Gesamtmenge des von der Ukraine angeblich zurückgehaltenen Gases wurde zwar nicht genannt, doch inoffizielle Diskussionen drehen sich um 438 Millionen Kubikmeter in den ersten beiden Februarwochen, wie dem Medienbericht zu entnehmen ist. Damit habe die Ukraine laut Miller die doppelte Menge an Gas illegal abgezapft, die das Land ankündigte in diesem Jahr zu kaufen.
 

Der Gazprom-Chef wurde nun von Medwedew beauftragt, die „Situation mit der Ukraine im Rahmen der Unternehmensverfahren und der Rechtsabkommen“ zu klären und den Bau der South-Stream-Pipeline unter Umgehung der Ukraine zu beschleunigen. Nun heißt es aus Gazprom-Kreisen, dass nach der Inbetriebnahme der South-Stream-Pipeline kein Gas mehr durch die Ukraine fließen soll. Dem Land würden dadurch Einnahmen in Höhe von drei Milliarden Dollar jährlich fehlen.
 

Reaktion der Ukraine
 

Die Ukraine weist die Vorwürfe des Gas-Diebstahls resolut zurück. Dem urkainischen Regierungschef Nikolai Asarow zufolge wurde während der Kältewelle eigenes Gas aus den unterirdischen Lagern genutzt, um die benötigten Pump-Mengen zu sichern. Ein Beamter des ukrainischen Energieministers teilte am Mittwoch mit, dass der Ukraine vom 6. Bis 17. Februar 25 Millionen Kubikmeter pro Tag als Kredit von Gazprom gewährt wurde.
 

Die russischen Behörden betonen nun, dass es sich nicht um einen Vertrag handele, sondern um die Einladung zu einem weiteren Dialog. Allerdings zeigen die Ukrainer absolut keine Bereitschaft für Verhandlungen. Sie vermuten die Absicht von Gazprom, das ukrainische Gastransortsystem zu übernehmen. Der russische Gaskonzern schlug Kiew einen Nachlass von zehn Prozent vor, wenn es dieses Jahr weiter die bisherige Gasmenge abnehme.

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