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Gaspreis europaweit in der Ukraine am höchsten

Die Ukraine unterzeichnete heute vor drei Jahren den berühmt-berüchtigten Gasvertrag mit Russland. Derzeit zahlt die Ukraine nun 516 US-Dollar pro tausend Kubikmeter, entsprechend den durch die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko getroffenen vertraglichen Vereinbarungen. Mit 516 US-Dollar zahlt die Ukraine so viel wie kein anderes Land in Europa, wie einer Pressemeldung zu entnehmen ist. Die Niederlande etwa zahlt 360 Dollar US-Dollar pro tausend Kubikmeter, die USA zahlt für die gleiche Gasmenge nur 99 US-Dollar.

Zwölf Milliarden Dollar verschwendet

Der Gaspreis stellt eine enorme Belastung für die Wirtschaft des Landes dar, betonen ukrainische Politiker immer wieder. Obwohl es bereits einen beachtlichen Rabatt gibt, muss die Ukraine jährlich etwa vier bis fünf Milliarden US-Dollar zu viel zahlen. 2010 erhielt die Ukraine einen Nachlass von 100 US-Dollar im Rahmen einer Vereinbarung, die es der russischen Schwarzmeerflotte erlabut, die Halbinsel Krim weiterhin als Stützpunkt zu nutzen.

Jüngst sprach die ukrainische Parlamentsabgeordnete Inna Bogoslovskaya über Haushaltseinbußen in Höhe von zwölf Milliarden US-Dollar seit der Unterzeichnung des Gas-Vertrages mit Russland. Jährlich wendet die Ukraine fast 27 Prozent seines Haushaltseinkommens für russisches Gas auf. Diese Summe hätte Expertenschätzungen zufolge für den Bau von 44 Krankenhäusern gereicht.

Gazprom gibt sich stur

Zu den Gaskosten kommt auch noch das Problem des im abgeschlossenen Vertrag vereinbarten „Take-or-Pay“-Systems, welches verhindert dass die Ukraine weniger Gas kaufen kann um die Kosten zu senken. Jüngst veröffentlichte das Land die Absicht , 2012 nur 27 Milliarden Kubikmeter Gas statt der über 50 Milliarden Kubikmeter wie im Jahr 2012 einzukaufen. Allerdings besteht Russland darauf, auch für das nicht eingekaufte Gas Geld zu bekommen.

In Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und der Slowakei war Gazprom bereit, die Gaspreise zu senken. Doch die ukrainische Bitte um eine Reduzierung der Preise für Gasimporte gibt der staatliche russische Gasbetrieb nicht nach. Seit über 21 Monaten laufen nun die Verhandlungen. Inzwischen erwägen ukrainische Regierungsvertreter das Einschalten internationaler Gerichte – die EU kündigte bereits Unterstützung an.

geschrieben am: 20.01.2012