Gasleitung Nabucco ohne RWE weiterbauen?

18.1.2012 | Redaktion:

Man „müsse nicht unbedingt an einer milliardenteuren Gasleitung beteiligt“ sein, meinte der Chef des deutschen Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, laut einer heutigen Pressemittteilung, wie das „Wall Street Journal Deutschland“ berichtete. Er geht der Überlegung nach, aus dem Pipeline-Projekt Nabucco, welches von OMV geleitet wird, auszusteigen. Dies könnte die letzte schwere Entscheidung sein, die der 60-Jährige kurz vor Amtsabtritt im Juni antritt und sein Amt an Peter Terium abgibt.

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Gasleitung Nabucco ohne RWE weiterbauen?

Zukunftsweisende Überlegungen


„Wir freuen uns über alle Lösungen, die unser eigenes finanziellen Engagement möglichst gering halten“, erklärte Großmann in Bezug auf die Überlegungen des Nabucco-Austritts. Seiner Meinung nach ist entscheidend, dass kaspisches Gas nach Europa fließe und der Essener Energiekonzern eine ausreichende Menge davon erhalte.

Außerdem spiele eine große Rolle, dass sich RWE im Rahmen der Verhandlungen über die Gasröhre Explorationslizenzen in Aserbaidschan und Turkmenistan gesichert habe. Im Focus steht für den Energiekonzern trotzdem der eigene Kontinent: „Wir glauben, dass wir unsere Wachstumschancen in Europa finden“, weiß Großmann zu betonen.

Ein schwieriges Jahr


Für RWE war das Jahr 2011 bahnbrechend, jedoch in problematischer Hinsicht. Niedrige Strompreise und Verluste aufgrund teurer Gasverträge verursachten einen Abwärtstrend, der durch die Folgen von Fukushima noch verstärkt wurde. Das Zurücknehmen der Laufzeitverlängerungen für deutsche Atomkraftwerke sorgte für die Schließung der RWE-Reaktoren in Biblis.

Die Gewinnprognose sank. Für 2011 wird nun mit einem Gewinnrückgang von über einem Drittel gerechnet – eine Besserung ist nicht in Sicht, wie die Zeitung schreibt. RWE will nun sein Sparprogramm verschärfen



Pressemitteilung aus DiePresse vom 18.01.2012


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