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Gas aus Windstrom von Greenpeace im Netz

Greenpeace Energy kann als erster Energieversorger von sich behaupten, seine Gaskunden teilweise mit Wasserstoff zu beliefern, der mittels Windstrom regenerativ und klimaneutral erzeugt wurde. Am heutigen Tage unterzeichnete die Energie-Genossenschaft einen Abnahme-Vertrag mit der Enertrag, wie der heutigen Pressemitteilung von GREENPEACE ENERGY EG zu entnehmen ist.

Windgas als Allzwecklösung für alle

Nördlich von Prenzlau in Brandenburg betreibt das Windenergie-Unternehmen eine Pilotanlage, die Wasser elektrolytisch – mit dem Strom aus Windkraftanlagen – in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Der so entstandene Wasserstoff, das sogenannte „Windgas“, wird anteilig an die 6.000 Gaskunden von Greenpeace weitergeleitet, sobald der Anschluss ans Gasnetz vorhanden ist.

Diese Technologie macht es möglich, überschüssige Energie aus Windkraftanlagen zu nutzen, anstatt sie zu exportieren oder die Windkraftanlagen abzuschalten, wenn es stürmte, um das Netz nicht zu überlasten.

„Windgas ist ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende in Deutschland“, sagte Greenpeace Energy-Vorstand Steffen Welzmiller zu diesem Thema. Ohne geeignete Speichertechnologien wird Deutschland sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen können. Und die heutigen Pumpspeicherkraftwerke reichen bei weitem nicht aus, um die künftig zu erwartenden Überschüsse von Sonnen- und Windstrom aufzunehmen und schwache Produktionszeiten zu überbrücken.

Windgas im herkömmlichen Netz?

Das herkömmliche Erdgasnetz verträgt mehrere Prozent Wasserstoff-Beimischung und ist daher im Stande, ganze Größenordnungen mehr Energie aufzunehmen als andere Speichertechnologien. Das Gemisch, welches die Kunden aus dem Erdgasnetz erlangen, lässt sich wie gewohnt zu Heizen und Kochen, und auch für Autotreibstoff verwenden. Und in Gaskraftwerken lässt es sich zurück in Strom umwandeln.

Seit Oktober ist bei Greenpeace Energy der Tarif „proWindgas“ zu finden, für welchen Kunden pro Kilowattstunde 04 Cent mehr zahlen und so den Ausbau der Windgas-Technologie unterstützen. Doe Hamburger EnergieGenossenschaft plant zudem den Bau eigener Elektrolyse-Anlagen, um den Anteil von Windgas sukzessive zu steigern.

Pressemitteilung von GREENPEACE ENERGIE EG vom 17.01.2012