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Greenpeace - Windenergie im Erdgasnetz speichern

Der Energieversorger Greenpeace Energy bietet ab Herbst dieses Jahres einen neuen Gastarif, den sogenannten Windgas-Tarif an. Das Unternehmen nutzt dafür die vorhanden Erdgasleitungen des Gasnetzes als Speicher für die Windenergie. Bisher konnte Energie aus Wind und Sonne nur dann in das Netz eingespeist werden, wenn das Netz nicht gefüllt war mit Energie aus den fossilen Energieträgern. Laut einem Bericht des Portals ‚heise.de‘ vom 18. April soll sich das jedoch ändern.

Mehrstufenplan soll Vorhaben ermöglichen

Greenpeace Energy will zukünftig Windenergie in Erdgasnetzen speichern. Ab Herbst dieses Jahres bietet das Unternehmen den Windgas-Tarif an. Bei diesem Tarif wird ein Aufschlag von 0,5 Cent je Kilowattstunden auf den Gaspreis erhoben. Mit diesem Aufschlag soll das Kapital gewonnen werden, den Bau von notwendigen Elektroliseuren bewerkstelligen zu können. Auf diese Weise könnte die Wasserstoffgewinnung mit Windstrom finanziert werden. Bis zum Jahr 2013 soll der Wasserstoffanteil im Erdgas, welches an die Gaskunden geliefert wird, auf einen technisch möglichen Anteil von zwei Prozent ansteigen. An diesen Schritt schließt sich die zweite Stufe des Konzeptes an, welche vorsieht, eine Methanisierung durchzuführen. Das heißt, das Gemisch wird in Methan umgewandelt, das aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Erdgas unbegrenzt in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Das heißt, dass zunächst möglichst viel Wasserstoff in das Erdgasnetz eingespeist wird. Ist der Anteil ausgeschöpft, kann der Windgas-Anteil weiter erhöht werden, indem die Methanisierung durchgeführt wird.

Abschaltung der Windkraftanlagen zukünftig unnötig?

Wird der Wasserstoff durch den Prozess der Elektrolyse gewonnen, liegt der Wirkungsgrad zwischen 57 und 73 Prozent. Hingegen weist die Gewinnung von sogenanntem EE-Methan einen Wirkungsgrad zwischen 50 und 64 Prozent auf. Greenpeace betont, dass auch weiterhin die direkte Einspeisung des Stroms aus Windenergie Vorrang haben wird. Doch bislang müssen die Windkraftanlagen ausgeschaltet werden, wenn in dem Stromnetz keine Einspeisekapazitäten mehr vorhanden sind. Zukünftig soll die Abschaltung nicht mehr notwendig sein, denn die überschüssige Energie soll dann die Elektroliseure betreiben. Zudem kann das Windgas in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage rückverstromt werden. Der Wirkungsgrad liegt dann zwischen 34 und 44 Prozent. Bei der primären Nutzung der Wärmeenergie liegt der Wirkungsgrad zwischen 57 und 73 Prozent.

geschrieben am: 18.04.2011