TÜV geprüfter Gasvergleich!

KWh
  • Garantierter bester Preis!
  • Bonus auch bei Wechsel nach 1. Jahr
  • Wir übernehmen die Kündigung
  • Das sagt Stiftung Warentest

Erdgaspipeline unter dem Schulhof

Wie das ‚Abendblatt‘ am Montag berichtet, soll über das Gelände der Ashausener Grundschule die neue Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) verlegt werden. An einer Stelle soll der Abstand zwischen Gasleitung und Schulgebäude 25 Meter betragen. Der deutsche Energiekonzern E.on will bereits im Sommer dieses Jahres mit den Arbeiten beginnen. Neben dem Schulgelände soll jedoch zusätzlich ein Kindergarten entstehen. 226 Bürger der Stadt leisten Widerstand gegen den Streckenverlauf. Sie befürchten eine tickende Zeitbombe.

Kritik von Anwohnern

Die Anwohner aus Ashausen leisten Widerstand gegen den geplanten Streckenverlauf der NEL über das Gelände einer Grundschule. Auch die Menschen, die in dem Wohngebiet direkt neben der Grundschule leben haben Angst vor einer tickenden Zeitbombe. Mit den ersten Arbeiten soll im Sommer begonnen werden. Die NEL soll in einer Tiefe von 1,20 Metern verlegt werden und dann russisches Erdgas mit 100 bar durch die Erdgasleitung, die einen Durchmesser von 1,40 Meter haben soll, Richtung England transportieren. Nun wollen die Anwohner gegen den Planfeststellungsbeschluss klagen. Innerhalb des Zeitraumes der öffentlichen Auslegung hatten sie keine Einwände gegen die Erdgasleitung öffentlich gemacht. Bei einem Erörterungstermin in Rotenburg hat der Konzern beteuert, dass die Erdgasleitung sicher sei. Jedoch bestehe nach Ansicht von Gerhard Meier, einem besorgten Bürger, immer ein Restrisiko. Jochen Büllesbach, ebenfalls Anwohner aus Ashausen, verweist auf eine 2004 explodierte Erdgasleitung. Diese sei in Belgien explodiert und wäre kleiner gewesen als die NEL. Er hält den Plan des Konzerns, auf die Pipeline zur Sicherheit Betonplatten legen zu wollen, für lächerlich. Auch diese würden bei einer Explosion wegfliegen.

Ablehnung der Einwände

Trotz der Einwände sowohl der Bürger als auch der Gemeinde Ashausen steht der Planfeststellungsbeschluss. E.on kann nun mit dem Bau der NEL beginnen. Den Gegnern bleibt nur noch der Weg vor Gericht. Doch nicht nur in Ashausen regt sich Widerstand. Klagen gegen den Pipelinebau haben ebenfalls die Stadt Winsen sowie die Gemeinde Stele angekündigt. Anette Meier-Eberhard verweist auf die Möglichkeit, eine Alternativtrasse zu nutzen, die sieben Kilometer länger wäre und kostenintensiver für E.on ausfallen würde, jedoch durch einen Wald verliefe. Büllesbach zeigt sich empört von der Planung des Landesamtes für Bergbau, das federführend bei der Trassenplanung war. Unter dem Schulhof der Grundschule liegt bereits eine andere Erdgasleitung. Die NEL wurde parallel zu dieser geplant. Kritik richtet sich ebenfalls gegen fehlende Vorschriften für eine derartige Pipeline, bspw. Für einen Sicherheitsabstand zu Wohngebieten. Die Bürger planen eine Sammelklage gegen das Vorhaben von E.on einzureichen.

geschrieben am: 21.03.2011