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Gas bald aus Windkraft?

Bisher besteht bei den erneuerbaren Energien das Problem, dass die Angebote schwankend sind. Der Ökoenergie-Versorger Greenpeace Energy will dies ändern und plant, Gas zukünftig aus Strom zu gewinnen, der zuvor in Windenergieanlagen erzeugt wurde. Das gewonnene Gas aus der Windkraft könnte dann in das öffentliche Gasnetz eingespeist und über mehrere Monate gespeichert werden. Das ‚Windgas‘ könnte zudem später wieder in Strom umgewandelt werden. Allerdings ist dabei mit erheblichen Umwandlungsverlusten zu rechnen.

Zwei Probleme lösen

Grennpeace Energy will mit dem ‚Windgas‘ // Biogas zwei Probleme lösen. Zum einen sind die erneuerbaren Energien Solar- und Windenergie aufgrund der witterungsbedingten Schwankungen nicht geeignet, die Mindestmenge an Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen, die immer vorhanden sein muss, um den Bedarf zu decken. Zum anderen müssen immer wieder Windenergieanlagen vom Netz genommen werden. Entweder bestehen keine hinreichenden Leistungskapazitäten oder andere Kraftwerke können bei Leistungsspitzen in den Windenergieanlagen nicht flexibel genug herunter gefahren werden. Greenpeace-Energy-Vorstand Robert Werner betont, dass phasenweise ein Überschuss an Strom aus Windenergie bestehe. Der Hauptgrund liege in dem unzureichenden Ausbau des Leitungsnetzes. Mit einem steigenden Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung wird das Problem jedoch generell. Aus diesem Grund will Greenpeace mit Hilfe der Elektrolyseure unter Nutzung der Windenergie aus Wasser Wasserstoff herstellen. Wird dann Kohlendioxid hinzugegeben, kann daraus dann Methan erzeugt werden. Dieses ist leichter handhab- und speicherbar. Anschließend kann es dem normalen Erdgas zugesetzt werden. Das daraus entstehende Gasgemisch wird dann in vorhandenen unterirdischen Speichern gelagert oder für die Wärmeherstellung genutzt.

Windstrom zur Gaserzeugung nutzen

Werner betont, man dürfe das Potenzial des Windstromes nicht ungenutzt lassen. Bereits im Oktober will der Energieversorger Greenpaece Energy das erste ‚Windgas‘-Angebot für Gaskunden unterbreiten. Zunächst erhalten die Kunden zwar normales Erdgas, doch im nächsten Jahr werden diesem sukzessive kleine Anteile von ‚Windgas‘ beigemischt. Michael Sterner vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel meint, dass ‚Windgas‘ langfristig konventionelle Kraftstoffe ersetzen könne. Allerdings macht Sterner ebenfalls deutlich, dass bei einer eventuellen Rückverstromung von Wasserstoff lediglich ein geringer Wirkungsgrad von 35 bis 40 Prozent erreicht werde. Bei Methan falle dieser noch geringer aus. Deshalb plädiert er grundsätzlich für die direkte Nutzung von Windstrom. Wenn dies nicht möglich sei, hält er die Erzeugung von ‚Windgas‘ jedoch für sinnvoll. Nicht zuletzt seien Pumpspeicher zum Ausgleichen der Angebotsschwankungen zwar günstiger, jedoch gebe es in Deutschland nicht ausreichend Potenzial und sie sind für längerfristige Speicherungen nicht geeignet.

geschrieben am: 18.03.2011