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Kosten für Nabucco steigen drastisch

Laut einem Bericht der ‚Süddeutschen Zeitung‘ vom 21. Februar steht das Nabucco-Projekt vor einer Kostenexplosion. Bislang werden die Kosten durch das Betreiberkonsortium, an welchem sechs internationale Energiekonzerne beteiligt sind, auf rund 7,9 Milliarden Euro geschätzt. Trotz der Förderung durch die Europäische Union könnten die Kosten für Nabucco, Berechnungen von Partnern zufolge, aufgrund steigender Rohstoffpreise bis auf das Doppelte anwachsen.

Kostenkalkulation bei 14 Milliarden Euro

Vor allem die steigenden Rohstoffpreise machen dem Projekt zu schaffen. Beispielsweise stiegen die Preise für Eisenerz, einem wichtigen Bestandteil von Stahl, im vergangenen halben Jahr um die Hälfte an. Diese Information stamme aus Kreisen des Betreiberkonsortiums. BP, ein Gas- und Ölkonzern, geht in seinen Berechnungen von Gesamtkosten für Nabucco in Höhe von 14 Milliarden Euro aus. Ein Sprecher des deutschen Energiekonzerns RWE wollte sich am Montag hingegen nicht zu den Berechnungen äußern. Auch die RWE gehört neben der OMV, der MOL, Bulgaraz, Transgaz und Bots zum Betreiberkonsortium.

Steigende Kosten - ein weiterer Rückschlag

Das Betreiberkonsortium betont, dass die bisherigen Kostenkalkulationen nicht fest stünden. Mögliche Anpassungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Ein zusätzlicher Kostentreiber könnte der neue Pipelineverlauf in den Norden des Iraks sein. Bereits jetzt gilt Nabucco als eines der teuersten und ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte Europas. Bislang gab es immer wieder Probleme mit dem Projekt, da bisher feste Lieferzusagen fehlen. Als aussichtsreiche Gaslieferanten gelten Turkmenistan und Aserbaidschan, doch bisher wurde kein Vertrag unterzeichnet. Kommt es jedoch nicht zeitnah zu Vertragsunterzeichnungen über Gaslieferungen, dann rücken die Pläne, bereits 2015 das erste Gas über Nabucco aus dem kaspischen Raum nach Europa zu transportieren, in weite Ferne. Konkurrenz bekommt das Projekt zudem von dem russischen Pipelineprojekt South Stream. Mit Nabucco sollte die Abhängigkeit von den russischen Gaslieferungen verringert werden. Eine Kostenexplosion könnte einen erneuten herben Rückschlag für das Projekt bedeuten.

geschrieben am: 23.02.2011